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"Wir über uns"

ParlaNet
Das Netz des Schleswig-Holsteinischen Landtages

Historie:

Am 11. September 1998 trug der Finanzausschuss den Wunsch vor, die Landtagsverwaltung möge ein Konzept für eine Vernetzung der Fraktionen mit der Landtagsverwaltung vorlegen, da sich eine Einbindung der Fraktionen in das bestehende Netz der Landesregierung nicht realisieren ließ.

Am 28. Oktober 1998 erläuterte die Landtagsverwaltung die Gründe für die fehlende Vernetzung und legte gleichzeitig einen Vorschlag vor, der auf der Basis von Gesprächen mit den Parlamentarischen Geschäftsführern der Fraktionen die Wünsche des Parlaments umsetzte. Zwecks enger Kooperation mit den späteren Nutzern plädierte sie für die Einrichtung einer IuK-Kommission, bestehend aus je 1 entscheidungsbefugten Vertreter der Fraktionen - im Normalfall die Parlamentarischen Geschäftsführer - und 3 Mitarbeitern der Landtagsverwaltung.

Nach ausführlichen Beratungen im Finanzausschuss wurde das Konzept am 11. Dezember 1998 gebilligt.

Es war der Wunsch des Parlaments, dass das neue Parlamentsnetz bereits mit Ende der Sommerpause 1999 einsatzfähig sein sollte.

Die IuK-Kommission nahm ihre Arbeit am 21. Dezember 1998 auf und hatte die Aufgabe, die Bedürfnisse der Fraktionen zu ermitteln und auf der Grundlage detaillierter Verwaltungsvorlagen die jeweiligen Sicherheitsanforderungen festzustellen und den Umfang der Realisierung zu bestimmen.

Aufgrund der in der IuK-Kommission festgelegten Vorgaben, die teilweise noch durch andere Gremien bestätigt werden mussten, fand die Ausschreibung eines Feinkonzeptes mit Realisierung statt. Der Zuschlag wurde am 12. Mai 1999 erteilt. Die beauftragte Kieler Firma nahm ihre Arbeit bereits im Juni auf.

Vor Abnahme der Installation des ParlaNet wurde die geleistete Arbeit noch zahlreichen Sicherheits- und Funktionsprüfungen unterzogen. Mit dieser Aufgabe wurde eine bundesweit tätige Firma, die sich auch an der ersten Ausschreibung beteiligt hatte, im Rahmen einer beschränkten Ausschreibung betraut. Diese Überprüfung fiel sehr positiv aus.

Somit konnten die Arbeiten trotz des ausgesprochen engen Zeitrahmens zeitgerecht zum Ende August 1999 abgeschlossen und das ParlaNet am 13. September 1999 offiziell in Betrieb genommen werden.

Auch der geplante Kostenrahmen wurde eingehalten.

Technische Beschreibung des ParlaNet:

Die Topologie des ParlaNet wird in der Fachsprache als "screened subnet" oder "demilitarisierte Zone (DMZ)" bezeichnet. Dieser Ansatz wurde damals gewählt, um interne Netze von fremden bzw. nicht vertrauenswürdigen Netzen abzuschirmen. Eine derartige Struktur wird in der Firewallstudie des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) als hochsicherer Ansatz beschrieben.

In der DMZ befinden sich alle zentralen Dienste und die Schnittstellen zum Internet, zur Landesregierung incl. der Datenzentrale Schleswig-Holstein (heute: dataport) und zu den verschiedenen SubLANs. Eine grafische Darstellung der Netzstruktur ist unter dem Punkt "Netzplan des ParlaNet" zu finden.

Grundlage für die Gewährleistung der Sicherheit sind folgende Kriterien:

  • Es gibt keinerlei direkte Verbindung zwischen IP-Knoten interner und externer Netze. Verbindungen erfolgen nur indirekt über sog. "Application Level Gateways"
  • Alle Dienste, die nicht explizit erlaubt sind, sind verboten.

Leistungsumfang des ParlaNet:

Das ParlaNet bietet den Fraktionen, der Landtagsverwaltung, den beim Präsidenten des Landtages ressortierenden Beauftragten, der Landesregierung und der Öffentlichkeit folgende Dienste:

  • Eine Netzstruktur unter Beachtung der Sicherheitsregeln, die sich auf dem neuesten Stand der Technik befinden.
  • Einen Anschluss ihrer Netze ohne größere Restriktionen.
  • Ein IP-Adress-Konzept für jedes SubLAN.
  • Das Hosten der Internet-Angebote der SubLANs.
  • Eine Internet-Leitung mit Flatrate für alle angeschlossenen SubLANs.
  • Ein sehr umfangreiches Internetangebot mit ca. 6,7 Mio Zugriffen pro Jahr.
  • Zurverfügungstellung eines Pressetickers.
  • Zurverfügungstellung eines Dokumentationsverfahrens (LIS-SH).
  • Die Möglichkeit, sich per Einwahl (Dial In) von jedem Aufenthaltsort in die SubLANs einzuwählen.
  • Nutzung des Fax-Servers.
  • Nutzung des Chat-Servers.
  • Recherchen in externen Datenbanken.
  • Surfen im Internet.
  • Downloaden von beliebigen im Netz befindlichen Dateien via FTP.
  • E-Mail-Anschlüsse für alle gewünschten Personen.
  • Bereitstellung von News-Servern (NNTP).
  • Zurverfügungstellung eines Intranets.
  • Zurverfügungstellung eines Extranets.
  • Zugriff auf zentrale Ressourcen (z.B. größere Druckmaschinen).

Prüfungen des ParlaNet:

Am 06. September 1999 wurden die Dienste des ParlaNet von der IuK-Kommission freigegeben. Parallel dazu wurde in die Abnahme des Verfahrens eine bundesweit tätige Firma eingebunden, die auf der Basis zahlreicher Sicherheits- und Funktionsprüfungen die geleisteten Arbeiten bewerten sollte. Zu diesem externen Gutachten hat sich die IuK-Kommission auf Vorschlag der Verwaltung im Interesse einer möglichst lückenlosen Sicherheit veranlasst gesehen.

Die Sicherheitsüberprüfungen wurden in Form von Black-Box-Tests durchgeführt. Neben einem kleineren "Design-Fehler" wurde nur ein grundlegender Fehler entdeckt, der der Verwaltung bereits bekannt war, aber wegen der Zeitenge noch nicht abgestellt werden konnte. Ansonsten war die Bewertung sehr positiv.

Im Rahmen einer Sonderprüfung des Landesrechnungshofes Schleswig-Holstein anlässlich eines Migrationsvorhabens in der Landtagsverwaltung wurde das ParlaNet im Sommer 2000 erneut von einer renommierten Unternehmensberatung eingehend geprüft und bewertet.

Auch diese Begutachtung verlief ausgesprochen positiv.

Auditierung:

Im Jahre 2002 wurde das Verfahren "Anonyme Nutzung des vom Schleswig-Holsteinischen Landtag über das ParlaNet bereitgestellten Informationsangebots durch die Bürgerinnen und Bürger" einem Datenschutz-Behördenaudit gem. § 43 Abs. 2 LDSG unterzogen. Diese Begutachtung endete mit der Verleihung des Auditsiegels. Dabei wurden naturgemäß auch andere Teilbereiche des ParlaNet bewertet. Besonders hervorzuheben ist dabei der Umstand, dass aufgrund der Prüfungen keinlerlei Änderungen an dem seit 1999 bestehenden Sicherheitszustand nötig war. Das ausgesprochen positive Ergebnis dieser Bewertung ist unter der entsprechenden Rubrik nachzulesen.