LANDTAGSFRAKTION S C H L ES WI G - H O LS T EI N Pressesprecher Bernd Sanders Landeshaus 24100 Kiel Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 Internet: http://www.landsh.de/cdu-fraktion/ e-mail:fraktion@cdu.landsh.de PRESSEMITTEILUNG Nr. 259/00 vom 31. Juli 2000 Martin Kayenburg: Rechtschreibreform - ein absurdes Sommertheater ,,Die neu entfachte Diskussion über die Rechtschreibreform dient niemandem, weder den Schülern noch den Lehrern, aber auch nicht der deutschen Sprache und am allerwenigsten der CDU" so der Oppositionsführer und Fraktionsvorsitzende der CDU im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Martin Kayenburg. Inhaltlich habe die Diskussion wirklich keinen Neuigkeitswert. Sie verunsichere aber die Schüler und schade dem Ansehen der Politik und sei kein Sommerspaß, sondern absurdes Sommertheater. Wer die ,,Rückabwicklung" der neuen Schreibweise auf die alte Form durch eine Zeitung zum Anlass nehme, um die gänzliche Abkehr von der neuen Schreibweise zu fordern, der provoziere das Chaos, das die neue Schreibweise angeblich gebracht hätte, so Martin Kayenburg. Dies schließe natürlich nicht aus, dass eine Reform noch Nachbesserungen erfahren könne. Dies müsse aber fachkompetent und mit Augenmaß geschehen. Auch als Opposition sollte man nicht jede ­ und dann auch noch unsinnige -Chance nutzen, um in der Zeitung zu stehen, sondern in verantwortlicher Weise mit den Beschlüssen der Fraktion und der Partei umgehen. Und wer heute die Partei beschimpfe, sie sei dem vermeintlichen Zeitgeist zuliebe opportunistisch eingeknickt, der unterstreiche nur, dass von der Landespartei ­ vorbereitet durch die Landtagsfraktion ­ in demokratischer Weise Beschlüsse gefasst worden seien, die zunächst einmal gelten würden. Jedes Parteimitglied könne natürlich jederzeit Anträge stellen, und die Partei werde dann entscheiden, ob sie weiter zu modernen und sachgerechten Lösungen stehe. Im übrigen sei die Forderung von Bundestagsabgeordneten nach einer zentralen Änderung durch den Bund natürlich völlig unsinnig, denn die Kulturhoheit liege nicht beim Bund, sondern bei den Ländern. Gerade im Zeitalter des Föderalismus gehe es darum, die Länder zu stärken und auf der Ebene der Länder Kulturpolitik zu betreiben. Wer etwas anderes verlange, rüttele an den Grundfesten des Föderalismus, leiste dem Zentralismus der SPD mit ihrem überflüssigen Kulturminister Vorschub und habe den Weg in die europäische Zukunft wirklich verschlafen, so Kayenburg abschließend.