Sozialdemokratischer Informationsbrief Kiel, 31.01.01, Nr.: 024/2001 Gerhard Poppendiecker: Behinderte Menschen von Bahnfahrten ausgeschlossen? Dass behinderte Reisende, vor allem Rollstuhlfahrer, künftig von Bahnreisen ausge- schlossen werden, fürchtet der bahnpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Gerhard Poppendiecker. Denn aufgrund der geplanten Schließung vieler Bahnhöfe seien Hilfen, die behinderten Menschen vom Bahnpersonal geleistet werden ­ etwa beim Besteigen der Züge ­ nicht mehr möglich. ,,Dazu passt besonders die Aussage des Pressesprechers der DB AG, Egbert Meyer-Lovis, die Bahn sei nicht verpflichtet, Hilfen für Behinderte zu gewähren. Dies ist Zynismus in höchster Potenz, passt aber zum Geschäftsgebaren der Deutschen Bahn AG: Kunden sind lästig!" schreibt Pop- pendiecker in einem Brief an Wirtschafts- und Verkehrsminister Bernd Rohwer. Er möchte von diesem wissen, wie sich das Land in Zukunft in dieser Frage verhält. Er regt an, bei den Modernisierungen der DB-Fahrzeuge, die mit Landesmitteln bezahlt werden, behindertengerechte Zugänge einzubauen. ,,Auch sollte bei Ausschreibungen auf solche Selbstverständlichkeiten hingewiesen werden, damit eine Bevölkerungs- gruppe nicht völlig vom Reisen ausgeschlossen wird", so Poppendiecker. In einem gleich lautenden Schreiben fordert der Abgeordnete die Deutsche Bahn und ihre Toch- ter DB ZugBus GmbH auf, dafür zu sorgen, dass auch behinderte Menschen mit der Bahn reisen können. (SIB) Schleswig- Holstein Herausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD