F.D.P. L a n d t a g s f r a k t i o n Schleswig-Holstein 1 Christian Albrecht Pressesprecher V.i.S.d.P. F.D.P. Fraktion im Schleswig- Holsteinischen Landtag Landeshaus, 24171 Kiel Nr. 122/2001 Postfach 7121 Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497 Kiel, Freitag, den 30. März 2001 E - Mail: fraktion@fdp-sh.de Internet: http://www.fdp-sh.de BSE/Lebendtests Christel Happach-Kasan: ,,Schweizer Weg in der BSE- Bekämpfung verspricht Erfolg" Zur heutigen Pressekonferenz des Landwirtschaftsministeriums mit Prof. Dr. Ueli Braun von der Universität Zürich in der Verwaltungsfach- hochschule Altenholz erklärt die agrarpolitische Sprecherin der F.D.P.- Presseinformation Landtagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan: ,,Endlich kommt die Landesregierung zu dem Schluss, dass die Schweizer Lösung auch für Schleswig-Holstein die sinnvollste ist. Anders ist die Einladung des Landwirtschaftsministeriums an Prof. Braun nicht zu verstehen. Der von ihm entwickelte Verhaltenstest an lebenden Rindern hat sich in der Schweiz bewährt", stellte die liberale Abgeordnete fest. ,,In der Schweiz werden lediglich die Kohorten getötet. Sogar über die Einzeltiertötung wird inzwischen nachgedacht. Die Namen der Landwirte, auf deren Höfen ein BSE-Verdacht aufgetreten ist, werden nicht veröffentlicht, die Milch wird weiter abgenommen, da von ihr keine Gefährdung ausgeht. Dies alles sind sinnvolle Maßnahmen, die geeignet sind, das Vertrauen der Verbraucher in Rindfleisch zu stärken, weil sie auf der zutreffenden Annahme aufbauen, dass BSE eine Einzeltierkrankheit ist. Den Verbrauchern ist nicht geholfen, wenn ein Gesamtbestand gekeult wird. Und aus Tierschutzgründen ist es nicht hinnehmbar, dass die gesunden Tiere in einer Herde einfach aufgrund eines BSE-Falles mitgetötet werden", meinte Happach-Kasan. ,,Der Schweizer Verhaltenstest an lebenden Rindern macht allerdings nur dann Sinn, wenn von der Keulung einer gesamten Herde Abstand genommen wird. Die F.D.P. hat bereits kurz nach Auftreten des ersten BSE-Falles darauf hingewiesen, dass die Schweiz für uns das richtige Vorbild für die Umgangsweise mit BSE ist. Dort wird durch effizienten Mitteleinsatz die Krankheit wirksam bekämpft. Damit ist den Verbrauchern und Landwirten besser geholfen", so Happach-Kasan abschließend.