PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Es gilt das gesprochene Wort! Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel TOP 30, 32 und 31 - Referendarbezüge und Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Lehrerbedarf - Telefax: 0431/988-1501 Mobil: 0172/541 83 53 Dazu sagt die bildungspolitische Sprecherin E-Mail: presse@gruene.ltsh.de der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Internet: www.gruene-landtag-sh.de Angelika Birk: Nr. 155.01 / 31.05.2001 Schrittweise und zügige Umsetzung notwendig Die Bildungsministerin hat einen ausführlichen Handlungskatalog zur Lehrerversorgung vorgelegt, der eine Reihe von Punkten aufgenommen hat, die Bündnis 90/Die Grünen schon Anfang des Jahres vorgeschlagen haben. Uns ist jetzt vor allem die schrittweise und zügige Umsetzung wichtig. Wir erwarten hier ein gutes Management und viel Phan- tasie. Wir brauchen noch in diesem Jahr: · mehr Referendarsstellen, · eine bessere Bezahlung der ReferendarInnen, · transparentere Stellenbedarfsbeschreibung, · attraktive Angebote für QuereinsteigerInnen · und eine schnellere Dauereinstellung. Wir freuen uns, dass die Landesregierung mit Hochdruck an diesen Punkten arbeitet. Unsere Vorschläge für weitere kurzfristige Maßnahmen sind: · Eine im Internet veröffentlichte Landkarte, aus denen die akuten und langfristigen Bedarfe nach Schularten und Fächer hervorgehen. · Eine generelle Verkürzung des Referendariats wie ein Hamburg von zwei auf ein- einhalb Jahre, mit einer anschließenden Coachingphase, - dies würde Mittel frei- setzen, um mehr ReferendarInnen einzustellen, · Angebote an diejenigen ReferendarInnen, die schon Unterrichtserfahrung haben, auch während des Referendariats mehr Stunden zu unterrichten, diesen Unter- richt extra zu bezahlen und als regulären Unterricht zu werten. · Die Fahrtkosten der ReferendarInnen zu bezuschussen, wenn die Strecke zwi- schen Wohn- und Arbeitsort besonders weit sind. · Die Bezüge für BerufsschulreferendarInnen zu erhöhen - falls die schleswig- holsteinischen Initiative im Bundesrat scheitert, dann sollten wenigstens landes- weite finanzielle Sonderunterstützung für diese Berufseinstiegsgruppe geleistet werden - dazu gibt es ja auch einen Konsens hier im Landtag. Da bisher der Bun- desinnenminister eine zügige Entscheidung blockiert, ist jetzt die Landesregierung gefordert, eine landesweite Interimslösung vorzulegen. ***