PRESSEINFORMATION Kiel, den 27.09.2001 Es gilt das gesprochene Wort TOP 26: Erhalt der Abendschulen (Drs. 15/1191) Anke Spoorendonk: ,,Landesregierung muss Konzept überdenken!" Der SSW begrüßt den Antrag der CDU. Es ist wichtig, dass wir als Landtag uns auch einbringen in die Diskussion über die Zukunft der Abendschulen in Lande. Seitdem die ersten Vorschläge der Landesregierung Ende Mai veröffentlich wurden, gibt es zwar eine breite öffentliche Diskussion über dieses Thema. Aber im Bildungsausschuss haben wir zum Beispiel noch nicht über das neue Konzept der Landesregierung geredet. Für den SSW bleibt es weiter wichtig, dass die Landesregierung auch in der Weiterbildung dafür sorgt, dass Quantität und Qualität der Angebote erhalten bleiben. Deshalb ist der SSW unmittelbar von dem Konzept der Landesregierung zur Neuordnung des Abendschulwesens nicht überzeugt. Für den SSW bleibt es das A und O einer zukunftsorientierten und gerechten Bildungspolitik, dass der Zugang zur Weiterbildung - beispielsweise durch den nachträglichen Erwerb des Realschulabschlusses und der Hochschulreife - für jedermann einfach und unkompliziert möglich ist - also auch regional angeboten wird. 2 Gerade vor einigen Wochen wurde in der sogenannten ,,Kieler Runde" darauf hingewiesen, wie wichtig Aus- und Weiterbildung nicht zuletzt auch für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft ist. Wenn jetzt die Abendschulen in Flensburg, Lübeck und Kiel - wo diese Grundvoraussetzungen erfüllt waren ­ teilweise stark reduziert werden, findet das nur unsere Zustimmung, wenn der Ersatz flächendeckend dieselben Angebote zusichert. Auf den ersten Blick erscheint es, dass das Konzept der Landesregierung dieses eben leider nicht gewährleisten kann. So wird beispielsweise durch den Vorschlag der Landesregierung, den Realschulabschluss nachträglich an den Berufsfachschulen zu erwerben, der Zugang dadurch erschwert, dass es wegen eines Bewerberüberhanges einen Mindestnotendurchschnitt gibt. Es kann doch nicht das Ziel einer zukunftsweisenden Bildungspolitik sein, die Weiterbildung der Menschen zu erschweren. Aus Sicht des SSW muss die Landesregierung also ihr Konzept nachbessern. Daher begrüßen wir auch den Berichtsantrag von SPD und Bündnis90/Die Grünen. Denn so bekommt die Landesregierung die Gelegenheit ihr Konzept dem Landtag in Detail zu präsentieren. 2