Sozialdemokratischer Informationsbrief Kiel, 29.11.2002, Nr.: 168/2002 Günter Neugebauer: Hohes Ausmaß an Steuerhinterziehung ist bedauerlich ,,Die Bearbeitung der Steuerhinterziehung von Kapitalerträgen durch Kunden und Mit- arbeiter von Kreditinstituten in unserem Land steht kurz vor dem Abschluss. Das be- grüßen wir. Damit können sich die für diese Verfolgung eingesetzten Steuerfahnder und Betriebsprüfer bei den Finanzämtern endlich wieder ihren eigentlichen Aufgaben widmen", erklärt der finanzpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Günter Neu- gebauer, nach der Vorlage einer vom Finanzausschuss des Landtags angeforderten Zwischenbilanz des Finanzministers. Wie Neugebauer ausführt, sind in über 27.000 Fällen Verdachtsmomente für ein Steu- erstrafverfahren vorhanden gewesen, von denen sich in 12.428 Fällen der Verdacht der Steuerhinterziehung erhärtet hat. Das durchschnittliche Mehrergebnis beträgt pro abschließend geprüftem Fall 14.408 . Nach Angaben des Finanzministers sind insge- samt noch 4.462 Fälle in der Bearbeitung, die weitestgehend ­ auch zur Vermeidung der Verjährung ­ bis Ende des Jahres abgeschlossen sein sollen. Neugebauer bedauert das unerwartet hohe Ausmaß der Steuerhinterziehung von Ka- pitalerträgen, ,,an der sich leider auch viele Kreditinstitute aktiv beteiligt haben". Mit der Strafverfolgung sei auch ein Stück Steuergerechtigkeit erreicht worden, da Bezieher von Lohneinkünften sich nicht der Steuerpflicht entziehen könnten. Der ehrliche Steu- erzahler dürfe nicht der Dumme sein, nur weil er seine Kapitalerträge ordentlich versteuere oder das Geldkapital nicht in Koffern oder verschlüsselten Überweisungs- trägern nach Luxemburg transferiere, so Neugebauer. (SIB) Schleswig- Holstein Herausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de SPD