PRESSEDIENST Es gilt das gesprochene Wort! TOP 25 ­ Haus der Geschichte Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Durchwahl: Zentrale: Telefax: Mobil: E-Mail: Internet: 0431/988-1503 0431/988-1500 0431/988-1501 0172/541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.gruene-landtag-sh.de Dazu sagt für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Irene Fröhlich: Nr. 222.03 / 29.08.2003 Haus der Geschichte zur Zeit nicht finanzierbar Alle sind sich einig, dass ein Haus der Geschichte als Landesmuseum für die Geschichte der letzten 150 Jahre sinnvoll ist. Nach unserer Überzeugung kommt als Standort dafür nur Kiel in Frage. Kiel ist der zentrale Ort der Zeitgeschichte des Landes. Die Industrialisierung Schleswig-Holsteins ist mit dem Aufbau der Werften eng verbunden, Kiel ist der Ausgangspunkt der demokratischen Revolution 1918, der Standort der Regierung seit 1948. Auch standortpolitisch macht das Sinn. Schleswig hat eine umfangreiche Museenlandschaft. Statt dessen sollten in Schleswig die bestehenden Einrichtungen attraktiver gestaltet werden ­ dazu gehört insbesondere der Ausbau von Haithabu als FreilichtWikinger-Museum. Dagegen hat Kiel ­ Anlaufstelle Nummer 1 für Kreuzfahrtschiffe und nicht nur dadurch wichtiges Tourismuszentrum, einen Bedarf für ein attraktives Museum im Zentrum der Stadt. Wir müssen aber realistisch sein. Zur Zeit ist das Land nicht in der Lage, eine laufende Finanzierung für ein solches Museum zu leisten. Eine provisorische Sammlung angelagert an den Standort Schleswig, wie es von der CDU und dem SSW gefordert wird, würde daran nichts ändern. Würden aber dafür durch Anwerbung von Mitteln aus dem Regionalprogramm Investitionen getätigt, dann würde dies einer Vorentscheidung für den Standort Schleswig gleichkommen. Dies ist vermutlich auch die Intention der InitiatorInnen des Antrages. Das wollen wir nicht. Deswegen werden wir den Antrag ablehnen. Damit machen wir unmissverständlich klar, dass es in dieser Legislaturperiode keine Gelder dafür gibt. Zugleich hat die Stadt Kiel damit Klarheit und weiß, dass sie ihre Planungen unabhängig vom Land vornehmen kann und muss. Allerdings: Wenn es in Kiel auf ein Haus der Geschichte hinausläuft, sollte sich der Landtag erneut damit befassen. ***