Nr. 157/05 16. Juni 2005 IM SCHLESWIG-HOLSTEINISCHEN LANDTAG PRESSEMITTEILUNG Pressesprecher Dirk Hundertmark Landeshaus, 24105 Kiel Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.de Agrarpolitik TOP 10 Claus Ehlers: Landwirte sollen auf den Feldern arbeiten und nicht im Büro Am Ende der vorhergehenden Legislaturperiode haben wir einen sehr ähnlichen Antrag zum Abbau der Statistiken in der Landwirtschaft eingebracht. Wegen des bevorstehenden Ablaufs der Periode war es jedoch nicht mehr möglich, den Antrag zur weiteren Beratung in den Ausschuss zu überweisen. Der Sachverhalt besteht jedoch unverändert fort, die Vielzahl der geforderten Statistiken in der Landwirtschaft muss auf das zwingend notwendige Maß reduziert werden. Deshalb be- steht unverändert Handlungsbedarf. Dies hat uns veranlasst, diesen Antrag wieder einzu- bringen. Dieses Mal haben wir von Anfang an die Unterstützung der SPD. Wenn auch wie- derum FDP und SSW mitziehen, haben wir für Verwaltungsvereinfachung und Bürokratieab- bau eine breite Zustimmung im Parlament. Ich will nicht alles wiederholen, was ich erst vor wenigen Monaten von dieser Stelle aus zum Thema ,,Statistikabbau" gesagt habe. Bürokratieabbau ist ein wichtiges Anliegen. Unsere Landwirtinnen und Landwirte verbringen immer weniger Zeit auf den Feldern und immer mehr Zeit im Büro. Dies führt vielfach zu unangemessenen Belastungen und auch zuneh- mend zu Überforderungen. Ich halte es für unumgänglich, hier anzusetzen und im Rahmen der Möglichkeiten zu einem Abbau überflüssige Aufgaben zu kommen. Mir ist sehr wohl bekannt, dass der überwiegende Teil der geforderten Statistiken auf EU­ und Bundesrecht basiert. Dies darf uns jedoch nicht veranlassen, die Hände ergeben in den Schoß zu legen. Im Gegenteil: Gerade Veränderungen auf EU­Ebene erfordern hartnäcki- ges Bohren dicker Bretter. Zweifellos sind statistische Erhebungen notwendig. Dies gilt insbesondere zur Erlangung der EU-Prämien. Selbstverständlich sind darüber hinaus Statistiken zur Bewertung der Situation unserer Landwirtschaft erforderlich. Hier geht es jedoch vorrangig um die Vermeidung von Doppelarbeit und überflüssiger Tätigkeiten auf den Höfen. Bürokratieabbau ist nicht nur in den Landesverwaltungen notwendig, sondern auch in den Betrieben. Dies betrifft allerdings nicht nur die Landwirtschaft. Inzwischen sind wir so weit, dass manche Anträge nur noch von Spezialisten ordnungsge- mäß ausgefüllt werden können. Auf den Höfen muss immer tiefer in die scheinbar unendli- chen Weiten der EU­Bürokratie eingestiegen werden. Wir wollen versuchen, zumindest in einem Teilbereich etwas zu ändern und eine Entlastung herbeizuführen. Dafür müsste es eigentlich bei allen Fraktionen eine uneingeschränkte Zu- stimmung geben. Ich bitte daher, unserem Antrag zuzustimmen.