PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 10 ­ Maßnahmen zur Verringerung statistischer Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Erhebungen in der Landwirtschaft Durchwahl: 0431/988-1503 Zentrale: 0431/988-1500 Dazu sagt der agrarpolitische Sprecher Telefax: 0431/988-1501 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Karl-Martin Hentschel: Internet: www.sh-gruene.de Nr. 155.05 / 16.06.2005 Statistische Erhebungen vereinfachen und reduzieren Sehr geehrter Herr Präsident , sehr geehrte Damen und Herren, dass die Statistiken in der Landwirtschaft immer wieder Thema im Landtag sind, ist nicht verwunderlich. Immerhin machen die Statistiken für diesen Wirtschaftszweig, der nur zwei Prozent zum Sozialprodukt beiträgt, nach Schätzungen zirka 70 bis 80 Prozent aller Wirtschaftsstatistiken aus. Der Grund ist allerdings auch klar: Wenn mehr als zwei Drittel der Subventionen in der EU in die Landwirtschaft fließen, dann ist es verständlich, dass die EU besonders ge- naue und detaillierte Zahlen über die Landwirtschaft haben will. Man muss also nicht so tun, als sei das alles Willkür. Die Alternative wäre die Abschaffung der Subventionen. Das wollen wir aber alle nicht, denn dann müssten zwei Drittel der BäuerInnen ihren Hof aufgeben. Trotzdem sind wir uns über das Ziel des Antrages, die Statistiken in der Landwirtschaft zu verringern, seit Jahren einig. Alles, was das Land tun kann, ist in den letzten Jahren geschehen ­ alle eigenen Erhebungen wurden eingestellt und die Erhebungsperioden für die Statistiken des Bundes und der EU so weit wie möglich verlängert. Nun gilt es weiterhin, sich beharrlich im Konzert mit den anderen Bundesländern bei der EU dafür einzusetzen, die statistischen Verfahren weiter zu vereinfachen und die Zahl der Erhebungen zu reduzieren. Da haben sie uns auf ihrer Seite. 1/2 Im übrigen hat mich ihr Antrag natürlich zum Schmunzeln gebracht. Im Januar hatten sie einen Antrag eingebracht, der die Landesregierung zum Handeln aufgefordert hatte, ob- wohl sie sehr gut wussten, dass der alte Landwirtschaftsminister dies bereits sehr kon- sequent getan hat. Nun ­ da sie an der Regierung sind ­ stellen sie den Antrag, der neue Minister solle die Bemühungen des bisherigen Ministers nicht nur fortsetzen, sondern auch noch verstär- ken. Das finde ich sehr lobenswert. Und wundern tut es mich auch. Hätte er das denn ohne diesen Antrag nicht getan? Reden sie nicht miteinander? Wir jedenfalls freuen uns, dass sie nun endlich die bisherige Arbeit anerkennen und wer- den ihrem Bemühen, ihren eigenen Minister auf die richtige Bahn zu bringen, nicht im Wege stehen. Deshalb stimmt meine Fraktion dem Antrag gerne zu. ***