PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Sperrfrist: 1. April Durchwahl: Zentrale: Telefax: Mobil: E-Mail: Internet: 0431/988-1503 0431/988-1500 0431/988-1501 0172/541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de ,,Monster vom Plöner See" Nr. 180.06 / 31.03.06 ist eine Chance für den Tourismusstandort Zur der nach Expertenmeinung im Plöner See beheimateten Reptilienart ,,Gotländischer Gurgelflössler" erklärt der umweltpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Karl-Martin Hentschel: Nach Auskunft des Verbandes ,,Europäische Wissenschaftler für den Schutz fossiler Tierarten" gegenüber meiner Fraktion sind Augenzeugen am Plöner See auf eine seltene Tierart gestoßen. Nachforschungen des Verbandes haben demnach ergeben, dass es sich bei den Reptilien um den Gotländischen Gurgelflössler handelt. Die ursprünglich in Skandinavien beheimateten Tiere, die entfernte Nachfahren der Saurierart ,,Presiosaurus" sein sollen, galten 200 Jahre lang als ausgestorben. Bei den Exemplaren, die nun im Plöner See vermutet werden, handelt es sich um 1,5 bis 2 Meter lange Tiere, die für den Menschen ungefährlich sind. Schon in alten Regionalchroniken ist von langhalsigen Flossentieren die Rede, die während der Paarungszeit mit gurgelnden Lauten umeinander warben. Sollten sich die Indizien erhärten, dass der Plöner See tatsächlich eine letzte Heimstatt für diese seltene Tierart bietet, ist von der Landesregierung entschlossenes Handeln gefragt. In jedem Fall ist der Gotländische Gurgelflössler schnellstmöglich durch eine Verordnung unter Schutz zu stellen. Wir gehen davon aus, dass Minister von Boetticher diese möglichst unbürokratisch ausgestaltet und zügig vorbereitet. Denn bei dem Schutz fossiler Tiere kann es keine ideologischen Schranken geben - insbesondere auch im Hinblick auf die Stärkung des Tourismusstandortes Schleswig-Holstein. Der Gotländische Gurgelflössler als ,,Monster vom Plöner See" wäre ein Pfund, mit dem wir als Urlaubsland auch im internationalen Wettbewerb wuchern könnten. ***