140/2006 Kiel, 29. September 2006 Sperrfrist: Sonntag, 1. Okt. 10:00 Uhr Landtagspräsident: Marine hat hervorragenden Beitrag für das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland geleistet Kiel (SHL) ­ Zum Festakt anlässlich ,,50 Jahre Deutsche Marine" mit Empfang lädt am Sonntag Landtagspräsident Martin Kayenburg gemeinsam mit dem Inspekteur der Deutschen Marine und dem Deutschen Marinebund ein. Sie setzen damit ein deutliches Zeichen für die engen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Politik und Streitkräften und das über viele Jahre gewachsene gegenseitige Ver- trauen. ,,Die Menschen in Schleswig-Holstein haben große Sympathien für ihre ,Blauen Jungs',", so Landtagspräsident Kayenburg, ,,weil man hier, im Land zwischen den Meeren, viel von der Seefahrt und ihren besonderen Anforderungen versteht. Die Marine ist in Schleswig-Holstein historisch gewachsen und es ist ihr besonderer Verdienst, dass sie nach dem 2. Weltkrieg als erster staatlicher Bereich, wieder freundschaftliche Verbindungen in das Ausland hergestellt hat." Auch heute gelte, dass die Marine weltweit als Botschafter in ,,Blau" für ein friedliches und demokratisches Deutschland stehe, stellt der Landtagspräsident fest und verweist dabei besonders auf die Patenschaft des Landtages zu dem Segelschulschiff ,,Gorch Fock". Aber die Marine befinde sich, wie die anderen Teilstreitkräfte, in einem starken Wandel. Der Libanoneinsatz zeige deutlich, dass das neue Spektrum der Aufgaben in Auslandseinsätzen liege, die damit auch ein größeres Gefährdungspotential für die einzelnen Marineangehörigen mit sich bringen. Die Pflicht des Staates müsse daher eine besondere Fürsorge und soziale Absicherung für die Streitkräfte sein, auch wenn die Finanzmittel knapper würden. Auch müs- se es stärker als bisher Aufklärung hinsichtlich des politischen Sinns ihrer Einsätze und der sich daraus ergebenden Neuausrichtung der Streitkräfte geben. Die Verhältnisse in der Si- cherheits-, Außen- und Verteidigungspolitik seien nicht nur für viele Bürger, sondern auch für viele Soldaten unübersichtlich. Es fehle eine breit angelegte gesellschaftliche Debatte und ein verlässliches Gesamtkonzept. Der Landtagspräsident wolle zu dieser Diskussion anregen. Kayenburg dankte der Marine für ihre hervorragende Leistung in den letzten 50 Jahren. Sie habe für das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland im Ausland und für die Demokratie einen außerordentlichen Beitrag geleistet. Ausdrücklich wünscht er dem Marineverband, der in den Libanon geht, Nervenstärke, Erfolg und eine gesunde Heimkehr von ihrem histori- schen Einsatz. 2 Vollständiger Text der Rede von Landtagspräsident Kayenburg unter www.sh-landtag.de