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Presseticker > alle > 2007 > Juni > 06 > 15:58

Ekkehard Klug: "Sprachencharta erfordert weitere Anstrengungen"

Portable Document Format ist das Original der Pressemitteilung Weitere Formate: formatierter Text, Fliesstext und Layout

FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein




Presseinformation
Nr. 177/2007                                                                                        Wolfgang Kubicki, MdL
                                                                                                    Vorsitzender
Kiel, Mittwoch, 6. Juni 2007                                                                        Dr. Heiner Garg, MdL
                                                                                                    Stellvertretender Vorsitzender

Sperrfrist: Redebeginn                                                                              Dr. Ekkehard Klug, MdL
                                                                                                    Parlamentarischer Geschäftsführer
                                                                                                    Günther Hildebrand, MdL
Es gilt das gesprochene Wort!

Minderheiten- und Kulturpolitik/ Sprachenchartabericht 2007

Ekkehard Klug: ,,Sprachencharta erfordert weitere
Anstrengungen"
In der Aussprache über den Bericht zur Umsetzung der Europäischen Charta der
Regional- oder Minderheitensprachen - Sprachenchartabericht 2007 - (TOP 18)
erklärte der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Dr.
Ekkehard Klug:

,,Die Umsetzung der Europäischen Charta der Regional- und Minderheitensprachen
wird durch den Europarat im Rahmen eines umfangreichen
Begutachtungsverfahrens überwacht. Die zweite Monitoring- Periode (2003 ­ 2006)
zeigt für Schleswig-Holstein insgesamt eine positive Bilanz. Im Vergleich zur 1.
Monitoring-Periode (2000 ­ 2003) sind in allen Bereichen mehr Verpflichtungen aus
der Sprachencharta erfüllt worden. Für die Minderheitensprache Dänisch sind
nunmehr 30 von 35 Verpflichtungen erfüllt; zuvor waren es nur 25 von 35. Eine
Steigerung der erfüllten Verpflichtungen ist auch bei der friesischen und der
niederdeutschen Sprache zu verzeichnen, auch wenn die Quote hier deutlich
unterhalb derjenigen für die Sprache Dänisch liegt.
Verbesserungen im Unterrichtsangebot für die Regional- und Minderheitensprachen
empfiehlt das Ministerkomitee des Europarats dem Land Schleswig-Holstein daher
auch insbesondere für die Bereiche Friesisch und Niederdeutsch.
Nachdenklich stimmt die Aussage, dass der Friesisch-Unterricht in den
Grundschulen mit ruckläufigen Anmeldezahlen zu kämpfen hat, weil Eltern ihre
Kinder nach der Einführung des obligatorischen Englisch-Unterrichts in der
Grundschule in erheblichem Umfang abgemeldet haben.
Den für die Lehrerausbildung relevanten Studiengängen der Universität Flensburg
fehlt jeweils eine reguläre Professur für Friesisch und Niederdeutsch, deren
Vorhandensein für eine kontinuierliche Arbeit in Forschung und Lehre unverzichtbar
ist.
Für das Niederdeutsche fordert der Monitoring-Bericht insbesondere in der
Sekundarstufe größere Bemühungen um einen erhöhten Umfang an
Unterrichtsstunden und klarere Richtlinien zur Förderung der niederdeutschen
Sprache.
Über Möglichkeiten, wie die Forderungen der Sprachencharta in den kommenden
Jahren noch besser erfüllt werden können, sollten wir uns intensiver in den
zuständigen Ausschüssen Gedanken machen.
Der Bericht ist sehr umfangreich und auch ausgesprochen informativ. Manches ist
wohl selbst für diejenigen neu, die sich in zurückliegenden Jahren ausgiebig mit der
Charta beschäftigt haben.
Beispiel auf S. 37: ,,Für die Flensburger Berufsfeuerwehr gehört Dänisch als fester
Bestandteil zur Grundausbildung".

Christian Albrecht, Pressesprecher, V.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag,                                    1
Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497,
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