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Familienpolitik
Nr. 214/07 vom 06. Juni 2007
Frauke Tengler zu TOP 21:
Die Bündnisse für Familien arbeiten für die Familien und für die
Region
Es gilt das gesprochene Wort
Zunächst gilt mein Dank den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im
Sozialministerium für die Erstellung des Berichtes und die Beantwortung der
Fragen der Drucksache 16/1295.
2003 wurden die lokalen Bündnisse für Familien vom Bund initiiert, sie hatten
und haben die Zielsetzung, ganz allgemein, familienfreundlichere Verhältnisse
zu schaffen. Am 01.09.2006, so in der Großen Anfrage der CDU-Fraktion zur
Familienpolitik nachzulesen, gab es in Schleswig-Holstein 12 Lokale
Bündnisse für Familie. Laut Bericht der Landesregierung sind es jetzt 13,
exklusive des Modellprojektes ,,Chefsache Familie", Bündnisse im Lande.
Die CDU-Fraktion freut sich besonders darüber, wie breit die Lokalen
Bündnisse angelegt, wie groß und vielfältig die Beteiligung der
Bündnispartner sind. Erfreulich ist auch die enge Vernetzung und
Zusammenarbeit der lokalen Bündnisse mit der örtlichen Jugendhilfe. Alle
Bündnisse wollen familienunterstützend arbeiten und positive
Lebensbedingungen für Familien schaffen. Das hört sich zunächst gut und
richtig an, ist aber wenig konkret.
Pressesprecher Dirk Hundertmark Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.de
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So haben es auch einige Bündnispartner empfunden: Sie haben in
Fragebogenaktionen die Familien vor Ort gefragt, wie denn die Lebensräume
familienfreundlicher werden könnten, was sich Eltern konkret wünschten: z.B.
in den Bereichen:
- Betreuung der Kinder nach der Schule und während der Ferien,
- notwendige Betreuungszeiten in der aktuellen Lebenssituation,
- welche Hauptprobleme in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
- Bereich Pflege in der Familie,
- Infrastruktur der Regionen Angebote für Jugendliche.
So will z.B. das lokale Bündnis in der Region Schleswig-Flensburg sein
Arbeitsprogramm an den Auswertungsergebnissen dieses Fragebogens
ausrichten. Auffallend an dem vorgelegten Bericht ist, dass die existierenden
Lokalen Bündnisse unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Den Schwerpunkt
Vereinbarkeit von Familie und Beruf allerdings benennen alle Bündnisse.
Wir stellen fest, unsere lokalen Bündnisse sind noch am Anfang, sie arbeiten
aber mit großem Engagement, sie tun es ehrenamtlich, sie tun es für die
Familien und für die Region! Sie wissen, der Standortfaktor ihrer Region wird
durch das Prädikat ,,familienfreundlich" positiv verbessert. Die lokalen
Bündnisse stehen noch ganz am Anfang ihrer Arbeit, das hervorragende
Modellprojekt ,,Chefsache Familie" dagegen ist beendet. Minister Austermann
sagte in einer der letzten Plenartagungen es würde weiterlaufen. Diese
Sicherheit ist noch nicht bei allen Partnern, z.B. IHK angekommen. Dort wird
befürchtet, dass das ursprüngliche Konzept nicht fortgeführt wird.
Alle beteiligten Betriebe haben das Konzept als außerordentlich hilfreich
bezeichnet.
Die CDU-Fraktion begrüßt die Einrichtung der Servicestellen im Ministerium
als over head und hofft auch da auf eine gute Entwicklung. Wir verfolgen die
Arbeit der lokalen Bündnisse mit großem Interesse und hoffen auf eine
substantielle Weiterentwicklung.
Aus der Region Flensburg weiß ich, welche Hürden noch genommen werden
müssen, bei allem Engagement und der Bereitschaft ehrenamtlich zu arbeiten,
ist doch auch über eine gewisse kleine finanzielle Ausstattung nachzudenken:
So eine immer noch hochmotivierte Initiatorin: ,,Wir haben ja nicht einmal
Briefmarken."
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