Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion Kiel, 16.07.2008, Nr.: 201/2008 Sandra Redmann und Wolfgang Baasch: Bedauern über Vorfälle im Fürsorgeheim Glückstadt Zur Debatte um die Vorgänge in ehemaligen Heimen der Landesfürsorgeerziehung erklären die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sandra Redmann, und der sozialpolitische Sprecher Wolfgang Baasch: Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht hat mit der Dokumentation ,,Runder Tisch mit ehemaligen Fürsorgezöglingen aus dem Landesfürsorgeheim Glückstadt" die Schicksale der ehemaligen Jugendlichen aufgegriffen und mit der Aufarbeitung der Akten und der Einsetzung eines Runden Tisches mit den Betroffenen ein wichtiges Zeichen gesetzt. Die SPD-Landtagsfraktion begrüßt dieses Vorgehen und regt an, diese Aktivitäten fortzusetzen und im Herbst einen Runden Tisch auch mit Mitgliedern des Petitionsausschusses des Bundestags einzuberufen. Denn das Kinderheim Glückstadt mit seiner ,,schwarzen Pädagogik" war kein Einzelfall; derartige Vorfälle hat es auch in anderen Bundesländern gegeben. Die Aufarbeitung in Schleswig-Holstein kann für diese Vorbild sein. Das Handeln im Landesfürsorgeheim Glückstadt, das zum Ziel hatte, Jugendliche nicht aufzubauen, sondern zu brechen, kann heute nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Das Land sollte sich jedoch zu der politischen Verantwortung für die vollständige Aufarbeitung der damaligen Ereignisse bekennen. Wir bedauern ausdrücklich, dass es zu diesen Schicksalen der ehemaligen Jugendlichen, die Misshandlungen, Demütigungen und Ausbeutung in dem damaligen Landesfürsorgeheim Glückstadt über sich ergehen lassen mussten, gekommen ist. Herausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de