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Pressemitteilung
67/200
/2008
Nr. 067 /2008
Kiel, den 10.09.2008
Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383
Die Fehmarnbelt-Querung bremst die
Verkehrspolitik in Schleswig-Holstein aus
Zur heutigen Meldung in der ,,Flensborg Avis", die Landesregierung verschiebe den
Ausbau der Bundesstraße 5, weil die Ressourcen für die Hinterlandanbindung der
Fehmarnbelt-Querung benötigt würden, erklärt der verkehrspolitische Sprecher
des SSW im Landtag, Lars Harms:
,,Die Tinte auf dem Fehmarnbelt-Staatsvetrag ist kaum trocken, da muss die
Landesregierung schon eingestehen, dass sie bisher die Unwahrheit gesagt hat.
Das Ja zur Fehmarnbelt-Querung schadet viel wichtigeren Verkehrsprojekten in
ganz Schleswig-Holstein. Die Menschen in Schleswig-Holstein wären mit vielen
kleineren Maßnahmen zum Ausbau der bestehenden Fernstraßen und
Eisenbahntrassen besser bedient als mit einem Megaprojekt, das nur eine gut
funktionierende Fährverbindung ersetzt.
Wenn es nach der Landesregierung geht, dann haben die Schleswig-Holsteiner
in Zukunft eine milliardenschwere Ausfahrt nach Dänemark aber kein
vernünftiges Durchkommen im eigenen Land. Diese Form der visionären
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Verkehrspolitik ist pathologisch und eindeutig behandlungsbedürftig.
Der SSW fordert die Landesregierung auf, umgehend zu erklären, wann die
bestehenden Engpässe in der Mitte und im Norden Schleswig-Holsteins
beseitigt werden. Wenn das Bahn-Nadelöhr an der Rendsburger Hochbrücke,
der Schienenengpass Pinneberg-Elmshorn und die großen Nord-Süd-
Fernstraßen nicht ausgebaut werden, dann wird die Fehmarnbelt-Querung den
größten Teil unseres Landes von den lebensbringenden Verkehrsströmen
abkoppeln."