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Umweltpolitik
Nr. 306/08 vom 10. September 2008
Axel Bernstein zu TOP 16:
Aus ,,David gegen Goliath" ist längst gefährliche Selbstjustiz
geworden
In seiner Rede zu TOP 16 Versenken von Felsblöcken im ,,Sylter Außenriff"
erklärte der umweltpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Axel
Bernstein unter anderem:
,,Seit Jahrzehnten setzt Greenpeace sich immer wieder über geltendes Recht
hinweg, um nach dem Motto ,,David gegen Goliath" medienwirksame
Aktionen durchzuführen. Wie gut die Argumente auch sein mögen, die
Greenpeace auf seiner Seite glaubt:
Wer sich selbst so überhöht, dass er für die Durchsetzung seiner Ziele den
Bruch von Recht und Gesetz ebenso billigend in Kauf nimmt, wie die
Gefährdung von Fischern, der geht eindeutig zu weit.
Es kann nicht geduldet werden, dass Umweltaktivisten immer wieder das
Recht in die eigenen Hände nehmen. Warum sollte sich der einfache Bürger
an Gesetze halten, wenn auf der anderen Seite Umweltschützer von
Greenpeace Umweltschutzgesetze sanktionslos missachten können?
Zum Glück sehen dies mittlerweile auch viele Umweltschützer so. Deshalb will
ich ausdrücklich begrüßen, dass sich der Geschäftsführer des NABU kritisch
mit der Situation in der Presse auseinandergesetzt hat. Zu Recht hat er
Pressesprecher Dirk Hundertmark Landeshaus, 24105 Kiel
Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.de
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erkannt, dass dieses Verhalten in der Tat dem Ansehen und der
Glaubwürdigkeit von Umweltschutzorganisationen insgesamt abträglich ist.
In ihrem Streben nach medialer Beachtung nehmen es die Verantwortlichen
von Greenpeace bewusst in Kauf, Leben und Gesundheit von
schleswig-holsteinischen Fischern zu gefährden. Allein deshalb ist die
Bundespolizei aufgefordert, einzuschreiten, wenn es einen weiteren Versuch
zur Verklappung von Felsbrocken geben sollte. Hier kämpft nicht mehr David
gegen Goliath, hier wird Selbstjustiz in Wildwest-Manier gespielt.
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