FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1 Presseinformation Nr. 149/2009 Kiel, Donnerstag, 7. Mai 2009 Sperrfrist: Redebeginn Es gilt das gesprochene Wort! Verkehr/ SPNV/ AKN Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Stellvertretender Vorsitzender Dr. Ekkehard Klug, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Günther Hildebrand, MdL Heiner Garg: Direkte AKN-Durchfahrt zum Hamburger Hauptbahnhof ist ein Erfolgsmodell! In seinem Redebeitrag zu TOP 20 (Durchgehende AKN-Anbindung des Kreises Segeberg an den Hamburger Hauptbahnhof) sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Dr. Heiner Garg: ,,Seit Dezember 2004 bietet die AKN im Rahmen einer Pilotphase eine direkte Durchbindung der der Linie A 1 an den Hamburger Hauptbahnhof an. Damit sind die Kreise Pinneberg und Segeberg, aber auch die Stadt Neumünster mit der AKN direkt an den Hamburger Hauptbahnhof angebunden. Nach Auskunft der AKN hat sich die Zahl der Fahrgäste auf der Strecke um 130 Prozent erhöht. Etwa 700.000 zusätzliche Fahrgäste nutzten in den vergangenen vier Jahren dieses Angebot, 60% davon aus SchleswigHolstein. Die Nutzerzahl dieser Linie liegt damit weit höher als vor Beginn der Testphase selbst in den optimistischen Schätzungen angenommen wurde. Die Linie A 1 der AKN ist damit zu einer der wichtigsten Linien im Streckennetz des ÖPNV im Großraum Hamburg geworden. Am 1. Juni 2009 endet jedoch die Testphase und die AKN plant aus Kostengründen, diesen Betrieb einzustellen. Aus Sicht der FDP-Fraktion muss es darum gehen, dieses Erfolgsmodell der dauerhaften Durchbindung an den Hamburger Hauptbahnhof auch zukünftig zu gewährleisten. Es muss dringend eine Lösung gefunden werden, um eine dauerhafte und ganztägige Durchbindung der AKN an den Hamburger Hauptbahnhof zu gewährleisten. Denn eine gute verkehrliche Erreichbarkeit der Metropolregion ist die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Gerade die Anbindung der Kreise Pinneberg und Segeberg mit dem ÖPNV an die Hamburger City wird in naher Zukunft deutlich an Bedeutung zunehmen. Denn im Zuge des Ausbaus der A 7 und der Sanierung des Elbtunnels, sind insbesondere die Berufspendler auf eine Alternative dringend angewiesen. Und wenn Schleswig-Holstein auch in der Verkehrspolitik zum Klima- und Umweltschutz beitragen will, dann darf der Wegfall dieser direkten Anbindung ohnehin nicht zur Diskussion stehen. Christian Albrecht, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Hol steinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ www.fdp-sh.de 2 Sowohl die Bürgerbriefe, die die Fraktionen in den vergangenen Wochen zu diesem Thema erhalten haben, als auch die diversen Resolutionen von Gemeinden und Städten entlang der Strecke zeigen, dass ein erheblicher Wunsch besteht, die durchgehende AKN-Anbindung zu erhalten. SchleswigHolstein ist mit 49,9% an der AKN beteiligt. Die Landesregierung sollte ihre Verhandlungsposition in den entsprechenden Gremien des Unternehmens nutzen, um diesen Wunsch der Schleswig-Holsteinischen Gemeinden in das Unternehmen zu tragen, aber auch, um gemeinsam mit Hamburg und der Geschäftsführung der AKN zu einer angemessenen Lösung zu kommen. Denn gerade die Hamburger Stadtentwicklungsbehörde hat in den vergangenen Wochen durchblicken lassen, dass ihr eine Fortführung des Angebots nicht so wichtig erscheint und darüber auch erst im Herbst entscheiden will. Die Ende März verkündete Kompromisslösung, die umsteigfreie Anbindung nur bis Kaltenkirchen und auch nur bis zum Ende dieses Jahres aufrecht zu erhalten, kann Schleswig-Holstein nicht zufrieden stellen. Aus Sicht der FDPFraktion muss es auch über das Ende des Jahres 2009 hinaus für die vielen Berufspendler aus den Kreisen Pinneberg und Segeberg möglich sein, ohne Umsteigen zum Hamburger Hauptbahnhof zu gelangen. Und schaut man sich das Fahrgastaufkommen und das potentielle Fahrgastangebot an, dann sollte mindestens Bad Bramstedt noch mit in das Angebot aufgenommen werden. Der Fortbestand der dauerhaften und ganztägigen umsteigefreien Anbindung der Kreise Pinneberg und Segeberg mit der AKN an den Hamburger Hauptbahnhof ist volkswirtschaftlich, verkehrspolitisch und klimaschutzpolitisch sinnvoll. Lassen Sie uns heute aus dem SchleswigHolsteinischen Landtag das klare Signal an die Geschäftsführung der AKN, aber insbesondere auch an die Verantwortlichen in Hamburg senden, dass Schleswig-Holstein ein erhebliches Interesse daran hat, am Erfolgsmodell der direkten AKN-Durchfahrt zum Hamburger Hauptbahnhof festzuhalten", so Garg abschließend. Christian Albrecht, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Hol steinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: presse@fdp-sh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/