Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 ErzieherInnen müssen leistungsgerecht vergütet werden presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 213.09 / 14.05.2009 Zur Urabstimmung von ErzieherInnen für einen Arbeitskampf sagt die sozialpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen, Angelika Birk: Wir Grüne stehen voll und ganz hinter den Kindertagesstätten. Wer gute frühkindliche Bildung will, der muss die Bildungsarbeit der ErzieherInnen auch entsprechend vergüten. In Sonntagsreden sind sich Land und Kommune einig: Der Bildungsauftrag der Kindertagesstädten ist eine anspruchsvolle Aufgabe. ErzieherInnen brauchen heute Abitur oder langjährige Praxis in verwandten Berufen für ihre Ausbildung. Die tarifvertragliche Eingruppierung von ErzieherInnen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) hat aber ihre Tücken. Soziale Arbeit wird schon von der Beschreibung der Tätigkeitsmerkmale her, weniger wertig eingestuft als beispielsweise technische oder körperliche Tätigkeiten. Das ist fatal und entspricht in keiner Weise den realen Anforderungen an ErzieherInnen. Diese werden immer wieder von den kommunalen Arbeitgeberverbänden und den Wohlfahrtsverbänden ignoriert. Damit konterkarieren sie die gesetzlichen und pädagogischen Voraussetzungen für die Arbeit mit Kindern. Das macht nicht nur den Beruf unattraktiv, sondern missachtet auch den Anspruch der Kinder auf Chancengerechtigkeit. Und es setzt die Endlosspirale von Frauen(erwerbs)tätigkeit und Lohndumping fort. Damit muss Schluss sein. ErzieherInnen sind im Recht, wenn sie leistungsadäquate Stellenbeschreibungen und entsprechendes Einkommen fordern. Wer bessere Bildung für Kinder und optimale Motivation für ErzieherInnen will, der muss auch diese Leistung anerkennen und bezahlen. *** Seite 1 von 1