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Presseticker > alle > 2009 > Dezember > 02 > 16:32

Die schwarz-gelben Vasallen der HSH Nordbank haben versagt

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Pressemitteilung
Nr. 126/2009

Kiel, den 2.12.2009


Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383




Managergehälter:

Die schwarz-gelben Vasallen der HSH
Nordbank haben versagt
Zum heute vorgestellten neuen Vergütungsmodell für (neue) Vorstands-
mitglieder der HSH Nordbank erklärt die Vorsitzende der SSW-Landtags-
fraktion, Anke Spoorendonk:


,,Angesichts der Lage der HSH Nordbank ist die Erhöhung der
Vorstandsbezüge in der Hoffnung, dass die Bank mit teureren
Managern wieder mehr Geld verdient, ein Vabanque Spiel. Vermutlich
hätten die Bürgerinnen und Bürger in Schleswig-Holstein mehr davon,
wenn der Finanzminister mit diesen Summen Lotto spielen würde.


Solange die Bank im öffentlichen Eigentum ist und am Tropf des
Landes hängt, muss sie verantwortungsvoll mit den öffentlichen
Geldern umgehen. Erst wenn die Milliarden der schleswig-holsteini-
schen Steuerzahler wieder zurückgezahlt wurden und das Land kein
Risiko für die Bank mehr trägt, können die Manager für ihre Arbeit

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mehr Geld bekommen. Bis dahin sollten diese Menschen mit einer
halben Million Euro pro Nase pro Jahr inklusive aller geldwerten
Vorteile auskommen können, wie es der Landtag noch vor einem Jahr
auch mit den Stimmen der CDU und der FDP beschlossen hat. Das
schließt selbstverständlich auch Nachzahlungen aus.


Das neue Vergütungsmodell, das am Freitag beschlossen werden soll,
ist nicht zuletzt ein deutliches Zeichen dafür, dass das Land als
Miteigentümerin der Bank die Lage weiterhin nicht im Griff hat.
Wolfgang Kubicki hat noch vor wenigen Monaten gefragt, ob das Land
eine Bank hat oder die Bank ein Land. Die Antwort lautet heute: Die
HSH Nordbank hat neue schwarz-gelbe Vasallen, die genau dort weiter
machen, wo die Schwarz-Roten schon versagt haben.


Es wird höchste Zeit, dass unsere Regierung wieder Verantwortung für
ihre Bank übernimmt. Wir fordern die CDU und die FDP auf,
mindestens einen der schleswig-holsteinischen Sitze im Aufsichtsrat
wieder mit einem Kabinettsmitglied zu besetzen und ihr direktes
Mitspracherecht in solchen Fragen wahrzunehmen. Es ist unerträglich,
dass Peter Harry Carstensen und seine Minister am Freitag in Kiel ihre
Hände in Unschuld waschen, während HSH-Chef Nonnenmacher und
der HSH-Aufsichtsratsvorsitzende Hilmar Kopper in Hamburg die
Bürger unseres Landes an der Nase herumführen."
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