Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion Kiel, 09.12.2009, Nr.: 294/2009 Sandra Redmann: Die 150-FÖJ-Plätze müssen ausreichend und dauerhaft gefördert werden! Zu den bereits vollzogenen und zu erwartenden Kürzungen der Landesförderung für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) sagt die umweltpolitische Sprecherin der SPD- Landtagsfraktion, Sandra Redmann: Das Freiwillige Ökologische Jahr in Schleswig-Holstein ist bundesweit vorbildlich und steht für die erfolgreiche Verbindung von Umwelt- und Naturbildungsarbeit mit moder- nem Freiwilligendienst. In der Koalition mit der CDU haben wir uns dafür eingesetzt, dass die in Schleswig-Holstein angebotenen 150 Stellen vollständig erhalten und so finanziert werden, dass auch Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen ihre Freiwilligen-Arbeit in Schleswig-Holstein leisten können. Viele Briefe von FÖJlerInnen zeigen die Sorgen um die Zukunft des FÖJ in Schleswig- Holstein. Schon die für 2009 vorgenommenen Kürzungen gefährden die Substanz des FÖJ. Nur die engagierte Arbeit der Träger und der Jugendlichen im FÖJ haben bisher Schlimmeres verhindert. Nun hat die Landesregierung die bisherige Laufzeit der Ver- träge der FÖJ-Träger von fünf auf nur ein Jahr verkürzt und will im Januar die Konditi- onen neu verhandeln. Vor diesem Hintergrund bringen wir für die Januarsitzung des Landtages einen Antrag zum vollständigen Erhalt des FÖJ ein. Hiermit fordern wir ein politisches Signal zum Erhalt des FÖJ von allen Fraktionen ein. In diesem Zusammenhang sollen auch Fra- gen diskutiert werden, wie zum Beispiel der massiv höhere Verwaltungsaufwand bei Einsatzstellen und FÖJ-Trägern durch die neue Umsatzsteuerbelastung minimiert wird und wie ein Konzept für alle Freiwilligendienste angesichts der Verkürzung des Zivil- dienstes auf nur noch 6 Monate aussehen muss. Die SPD-Landtagsfraktion steht geschlossen hinter dem FÖJ in Schleswig-Holstein. Wir bitten auch alle anderen Fraktionen, sich nicht hinter blinden Kostenvergleichen und Kürzungsvorschlägen anderer Stellen zu verstecken: Wer der Meinung ist, dass BankmanagerInnen mit 500.000 im Jahr zu wenig verdienen und wer Steuervorteile für Hotelbetriebe verschenken will, darf sich das Geld dafür nicht beim FÖJ zurückho- len! Herausgeber: Landeshaus SPD-Landtagsfraktion Postfach 7121, 24171 Kiel Verantwortlich: Tel: 0431/ 988-1305/1307 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Petra Bräutigam Fax: 0431/ 988-1308 Internet: www.spd.ltsh.de