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Schleswig-Holstein
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Nr. 566.09 / 10.12.2009
Gentechnikfreiheit sichern
Das Landwirtschaftsministerium hat dem BUND nach längerem Rechtsstreit
die Daten zu Genrapsfeldern in Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellt.
Dazu sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis
90/Die Grünen, Bernd Voß:
Endlich bekommen die BürgerInnen Klarheit darüber, auf welchen Feldern
konkret im vergangenen Jahr versehentlich Saatgut mit gentechnisch verän-
dertem Raps ausgebracht wurde. Spätestens nach dem zweiten verlorenen
Gerichtsverfahren hätte die Landesregierung die Veröffentlichung der Liste der
gentechnisch verunreinigten Flächen im Gentechnik-Standortregister veran-
lassen müssen. Dies wird noch immer verweigert, stattdessen überlässt sie es
den Verbänden, die Standorte bekannt zu geben.
Die schwarz-gelben Regierungen in Land und Bund haben in ihren Koalitions-
verträgen sehr deutlich beschrieben, dass sie den Anbau gentechnisch verän-
derter Pflanzen zum Durchbruch verhelfen wollen. Dieser Fall von versehent-
lich ausgebrachtem Genraps macht deutlich, wie schnell der gentechnikfreie
Anbau, ein Standortvorteil für Schleswig Holstein, gefährdet werden kann. Pol-
len halten sich nicht an Ackergrenzen. Die Verlierer dieser Politik wären die
LandwirtInnen und ImkerInnen, die so nicht mehr die Gentechnikfreiheit ihrer
Produkte garantieren könnten.
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