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Presseticker > alle > 2009 > Dezember > 11 > 11:50

Rasmus Andresen zu den gestrigen Beschlüssen der Kultusministerkonferenz

Portable Document Format ist das Original der Pressemitteilung Weitere Formate: formatierter Text, Fliesstext und Layout

Presseinformation


                                                               Landtagsfraktion
                                                               Schleswig-Holstein
                                                               Pressesprecherin
                                                               Claudia Jacob
                                                               Landeshaus
                                                               Düsternbrooker Weg 70
                                                               24105 Kiel

                                                               Telefon: 0431 / 988 - 1503
                                                               Fax: 0431 / 988 - 1501
                                                               Mobil: 0172 / 541 83 53
                                                               presse@gruene.ltsh.de
                                                               www.sh.gruene-fraktion.de

                                                               Nr. 570.09 / 11.12.2009
KMK-Beschlüsse reichen nicht aus!
Zu den Ergebnissen der gestrigen Kultusministerkonferenz für den Hochschulbereich
erklärt der hochschulpolitische Sprecher Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Rasmus
Andresen:

Dialog mit Studierenden, weniger Prüfungen, flexiblere Bachelorstudienzeiten und mehr
Durchlässigkeit. Die Ergebnisse der KMK klingen oberflächlich wie ein Traum für die
Studierenden. Doch der Teufel steckt im Detail.

Die Flexibilisierung des Bachelorstudiengangs ist zwar begrüßenswert, allerdings darf
dies nicht zu Lasten der Masterstudienzeit gehen. Wer acht statt sechs Semester für
seinen Bachelor braucht, wird seinen Master danach kaum in zwei statt vier Semester
schaffen.

Das Rumdoktern beim Bafög hilft bei Weitem nicht. Das Bafög muss für weitaus mehr
Studierende geöffnet werden und der Regelsatz deutlicher erhöht werden. Die einseiti-
ge Förderung von Stipendienmodellen lehnen wir ab, sie ist kontraproduktiv. Die Zu-
stimmung zur Bafögerhöhung darf nicht an Stipendienmodelle gekoppelt werden.

Wir kritisieren scharf, dass Wissenschaftsminister Jost de Jager nicht beim Treffen der
Minister war. In fast allen Bundesländern bis auf Schleswig-Holstein gibt es Dialogan-
gebote der WissenschaftsministerInnen gegenüber den Studierenden, nur in Schles-
wig-Holstein nicht. Auch auf mehrmalige Nachfrage wurde ein Gespräch von Minister
de Jager verweigert. Wir fragen uns, wovor haben sie Angst, Herr Minister?

Für Herrn de Jager scheint Hochschulpolitik keine Bedeutung zu haben. Es ist ein lästi-
ges Anhängsel im Wirtschaftsministerium. Dies ist für uns nicht hinnehmbar!

                                         ***



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