Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion Kiel, 11.12.2009 Nr.: 298/2009 Lothar Hay: Richtige Weichenstellung für eine zukunftsfähige Landwirtschaft Zum heute von Landwirtschaftsministerin Rumpf im Begleitausschuss zur Förderung des ländlichen Raumes vorgestellten ,,Diskussionspapier zur Weiterentwicklung der GAP und der Strukturfonds nach 2013 aus schleswig-holsteinischer Sicht" sagt der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Lothar Hay: Die Europäische Union hat klare Signale für die nächste Förderperiode ab 2013 gesetzt: Weniger Direkthilfen für die Landwirtschaft aus der sogenannten 1. Säule und Weiterentwicklung der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik in einem umfassenden Politikansatz zur Entwicklung des ländlichen Raums. Im Kern muss die Landwirtschaft zeigen, dass sie nicht nur Nahrungsmittel produzieren, sondern einen echten EUMehrwert schaffen kann. Dieser Mehrwert muss nach unserer festen Überzeugung in den Bereichen der neuen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Erhaltung der Biodiversität, modernes Wassermanagement und Ausbau der erneuerbaren Energien liegen. Nur so kann dem Steuerzahler vermittelt werden, weiter der Landwirtschaft hohe Fördersummen zur Verfügung zu stellen. Ich freue mich, dass Ministerin Rumpf zusammen mit allen Wirtschafts- und Sozialpartner im heute vorgestellten ,,Diskussionspapier zur Weiterentwicklung der GAP und der Strukturfonds nach 2013" die richtigen Weichen gestellt hat, um die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein stärker ökologisch auszurichten. Hier sollen in Zukunft die richtigen Fördermaßnahmen angeboten werden, um den auch von uns geforderten Zielen: ­ Schaffung einer ökologischen Grundprämie für die Bereitstellung von 10 % landwirtschaftlicher Nutzfläche als ,,ökologische Vorrangflächen, ­ Ausbau von Agrarumweltmaßnahmen, die weiterhin gezielt ökologische Anforderungen in den Mitgliedstaaten umsetzen sollen, sowie ­ Förderung von Naturschutzleistungen ohne zwingenden Bezug zur Landwirtschaft durch Landschaftspflegemittel ­ zu entsprechen. Dieses Diskussionspapier ist es wert, in einem öffentlichen gesellschaftlichen Diskurs vorgestellt und weiterentwickelt zu werden. Ein ,,weiter so" nach dem Partikularprinzip mit Vorrang für das Eigeninteresse führt nicht in die Zukunft und deshalb darf es das im Landwirtschaftsland SchleswigHolstein nicht mehr geben. Interessen einzelner Verbände müssen zurückstehen für das Gemeinwohl. Die neuen Chancen durch die EU-Vorgaben werden in der Landwirt- Herausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de -2- schaft von modernen Betrieben bereits erkannt und ­ da bin ich mir sicher ­ auch ergriffen. Wir stehen für alle Beteiligten und Verbände bereit, um die Landwirtschaft in Schleswig-Holstein in eine weiter erfolgreiche Zukunft zu begleiten.