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Presseticker > alle > 2009 > Dezember > 17 > 17:48

Ursula Sassen zu TOP 27: Aus der Schweinegrippe lernen!

Portable Document Format ist das Original der Pressemitteilung Weitere Formate: formatierter Text, Fliesstext und Layout

Gesundheitspolitik

Nr. 388/09 vom 17. Dezember 2009

Ursula Sassen zu TOP 27: Aus der Schweinegrippe lernen!

Es gilt das gesprochene Wort!
Freigabe Redebeginn!

Am 12. November 2009 hat Minister Dr. Garg auf Antrag der SPD zum
aktuellen Stand der Schweinegrippe im Sozialausschuss berichtet.

Daher haben die Koalitionspartner von CDU und FDP darauf verzichtet, dieses
Thema in der folgenden Plenartagung erneut aufzugreifen, zumal Minister Dr.
Garg angekündigt hatte, jeweils freitags über den aktuellen Stand der so
genannten Schweinegrippe zu berichten. Dies ist auch geschehen.

Darüber hinaus liegt uns ein Antrag von Bündnis 90/Die Grünen vor, der die
Landesregierung auffordert, in der 8. Plenartagung einen schriftlichen Bericht
über Entwicklung, Erfahrungen und Konsequenzen zur Schweinegrippe
vorzulegen.

Lieber Kollege Heinemann, bei allem Respekt vor Ihrem persönlichen und dem
Informationsbedürfnis der SPD sollten wir nun nicht jeden Monat in der
Plenartagung Berichte zur Schweinegrippe einfordern, zumal diese
Informationen weiterhin über den Sozialausschuss, die Pressemitteilungen
des Ministeriums und die Medien verfügbar sind.

Um aufzuzeigen, dass der SPD-Antrag nur einen Bruchteil der aktuellen

                      Pressesprecher Dirk Hundertmark Landeshaus, 24105 Kiel
  Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1444 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.de



                                                                                            Seite 1/3

Fragen im Zusammenhang mit der Schweinegrippe berührt, verweise ich auf
die aktuelle Entwicklung, dass gerade mal 364.000 von 1,72 Millionen der vom
Land georderten Impfdosen verteilt sind und auch auf den Protest der Ärzte,
denen das Honorar für die Impfung angesichts der intensiven Beratung der
Patienten zu niedrig ist. Es treten ständig neue Fragen auf.

Bezüglich der Frage nach Hygienemaßnahmen habe ich festgestellt, dass im
Waschraum für Damen auf dem CDU-Flur inzwischen Anleitungen für das
Reinigen von Händen zur Vermeidung von Infektionen aushängen. Es tut sich
was!

Ganz offensichtlich ist die ,,zwingende Notwendigkeit" zur Impfung bei den
Menschen nicht angekommen. Hier und dort kann ich mich des Eindrucks
nicht erwehren, dass die Pharma-Industrie die Ängste der Menschen geschürt
haben könnte.

Ich habe mich impfen lassen nach dem Motto: es kann ja nicht schaden! Da ich
außer einem erträglichen Stechen im Impfarm keine weiteren
Nebenwirkungen verspürt habe, kann ich diese Impfung weiter empfehlen!

Wir werden uns nach dieser Grippewelle kritisch damit auseinandersetzen
müssen, um den Spagat zu schaffen, einerseits angemessene Vorsorge zu
betreiben und andererseits Überreaktionen zu vermeiden und uns vorschnell
mit Verträgen an die Pharma-Industrie zu binden.

Vergleicht man die normale (saisonale) Grippe mit der Schweinegrippe, sind
auffällige Unterschiede zu verzeichnen.
Das Virus der Neuen Grippe
ist um rund ein Drittel ansteckender und verbreitet sich folglich schneller;

es verläuft vom Beschwerdebild ähnlich, sogar eher harmloser;

verursacht deutlich weniger Todesfälle (an der saisonalen Influenza
versterben alleine in Deutschland im jährlichen Durchschnitt zwischen 5.000
und 11.000 Menschen ­ an der Schweinegrippe sind es bislang weltweit ca.
7.000 Personen);

trifft vorwiegend jüngere Menschen, während die normale Grippe besonders
ältere Menschen bedroht.

Der Tod eines jungen Menschen wird allerdings von der Bevölkerung und den
Medien als weitaus gravierender empfunden als der einer alten Person.

Das Risiko für Menschen mit bestimmten, meist chronischen Erkrankungen ist


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deutlich erhöht.

Das Virus der Neuen Grippe verdrängt aufgrund einer höheren
Ansteckungsgefahr den Erreger der saisonalen Influenza und wird uns mit
großer Wahrscheinlichkeit noch eine Weile begleiten, und wir sollten aus den
Erfahrungen lernen.




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