FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1 Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Katharina Loedige, MdL Stellvertretende Vorsitzende Nr. 354/2009 Günther Hildebrand, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Kiel, Donnerstag, 16. Dezember 2009 Sperrfrist: Redebeginn www.fdp-sh.de Es gilt das gesprochene Wort! Aktuelle Entwicklung der H1N1-Grippe: Anita Klahn: Minister handelt umsichtig In ihrer Rede zu TOP 27 (Aktuelle Entwicklung der H1N1-Grippe) sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anita Klahn: ,,Aus dem Bericht des Ministers geht hervor, dass in Schleswig-Holstein eine deutliche Impfmüdigkeit festzustellen ist und deshalb aller Voraussicht nach die eingekauften Impfmengen nicht verbraucht werden. Den Umfang der eingekauften Impfdosen hat die vorherige Landesregierung zu verantworten. Allerdings, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete: - Wer von uns hätte zu Beginn der Grippezeit mit absoluter Sicherheit sagen können, wie der Verlauf der H1N1-Grippe in Deutschland, in Schleswig-Holstein sein wird? - Wer von uns hätte sich dem Vorwurf aussetzen wollen, von den Gefahren gewusst, aber sie nicht ernst genommen zu haben? - Wer von uns hätte genau sagen können, welche Mengen an Impfstoff nachgefragt werden? Wenn man sich allerdings die Verträge mit den Herstellerfirmen ansieht, ist zu kritisieren, dass nicht geregelt wurde, dass bei mangelnder Nachfrage nach Impfstoff auch die vertragliche Verpflichtung zur Abnahme Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 reduziert wird. Dieses ist zum Beispiel in Österreich besser geregelt worden. Richtig ist aber der Ansatz des Ministers für Arbeit, Soziales und Gesundheit nunmehr in Verhandlung mit den Herstellern zu treten, um die Verpflichtung zur Abnahme zu reduzieren. Ebenfalls richtig ist der Ansatz, die bereits produzierten Impfdosen in andere Länder zu veräußern, um dort auf der einen Seite zu helfen und auf der anderen Seite die Kosten für Schleswig-Holstein zu minimieren. Auch wenn momentan ein Abflauen der Grippe vermeldet wird, kann es noch zu einer zweiten Infektionsreihe kommen. Aus diesem Grunde handelt Minister Dr. Garg umsichtig, wenn er einen Teil der Impfmengen auf Vorrat hält. Erst nach Ende der Grippezeit - voraussichtlich im April 2010 - können wir die Statistiken erhalten, die uns endgültige Erkenntnisse über den Umfang und Verlauf der H1N1-Grippe geben. Dann wird sich der Sozialausschuss mit diesem Thema nochmals befassen." Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/