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Presseticker > alle > 2009 > Dezember > 17 > 17:54

Flemming Meyer zu TOP 27 - Aktuelle Entwicklung der H1N1-Grippe in Schleswig-Holstein

Portable Document Format ist das Original der Pressemitteilung Weitere Formate: formatierter Text, Fliesstext und Layout

Presseinformation

Kiel, den 17. Dezember 2009
Es gilt das gesprochene Wort




Flemming Meyer

TOP 27          Aktuelle Entwicklung der H1N1-Grippe in Schleswig-
                Holstein
                Drs. 17/89


Bei der neuen Grippe ist nur eine Tatsache völlig unbestritten: die Impfproduzenten

verdienen kräftig an ihr.

Alles andere ist Auslegungssache. Darum hat die Impfkampagne auch Züge eines

Bananenproduktes: so nennt die IT-Branche ihre unausgereiften Programme, die erst

beim Kunden reifen. Zunächst hatte die Pharmaindustrie ihrer Kundschaft weiß

gemacht, dass zweimal geimpft werden muss, bevor ein wirkungsvoller Schutz besteht.

Das hat sich als falsch herausgestellt, allerdings erst, nachdem 50 Mio. Impfdosen

bestellt waren. Dass Hilfsstoffe unumgänglich sind, ist ebenso ein Märchen. Seit dieser

Woche können Schwangere wirkungsvoll auch ohne die Hilfsstoffe geimpft werden. Das

hatte der Minister in seiner ausführlichen Stellungnahme dem Sozialausschuss bereits

am 12. November mitgeteilt.

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Dass die Schweinegrippe lebensbedrohlich ist, wurde inzwischen ebenfalls als

Zeitungsente enttarnt. Allerdings erst, nachdem "Bild" und "Bild am Sonntag" zwölf Mal

in vier Wochen die Schweinegrippe ganz oben auf der Titelseite platziert hatten.

Dennoch bleiben immer noch Fragen offen. Selbst unter Ärzten und Pflegekräften ist die

Impfung stark umstritten, so dass nur jeder siebte in diesem Bereich geimpft ist.

Die Impfkampagne steckt also nach erheblichen Startschwierigkeiten, Lieferproblemen,

Panikmache und einer Debatte über Zweiklassenmedizin fest.

Daraus müssen wir Konsequenz ziehen, um gegen zukünftige Viren gegenüber besser

gewappnet zu sein. Wir wissen seit zwanzig Jahren durch entsprechende Experimente,

dass Eltern in einem hypothetischen Fall eher bereit sind, den Tod eines Kindes durch

eine Krankheit hinzunehmen als durch die Nebenwirkung einer Impfung. Der Dialog

zwischen Behörden und Eltern muss also optimiert werden. Faltblätter sind hier zu

wenig. Doch die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger steht derzeit gar nicht auf der

Tagesordnung der Landesregierung. Sie hat genug damit zu tun, die überzähligen

Impfdosen möglichst schnell wieder los zu werden. Laut den Lübecker Nachrichten sehen

entsprechende Verträge kurz vor dem Abschluss.

Auch die Ärzte haben mehr damit zu tun, für höhere Abrechnungen zu kämpfen, als sich

selbst impfen zu lassen. 6 Euro pro Impfung sind den Hausärzten zu wenig. Sie fordern 8

Euro Honorar und planen eine Demo.



Grippenspezialisten wissen, dass sich eine Influenza immer erst rückwärts verstehen

lässt. So ist seit Spanischen Grippe eine stattliche Bibliothek an Wissen zusammen

gekommen. Trotzdem tun wir so, als ob es gilt, das Rad neu zu erfinden. Dabei weiß man

schon seit 80 Jahren, dass konsequentes Händewaschen das Ansteckungsrisiko deutlich

senken kann. Eine preiswerte Maßnahme, die allerdings keine Lobby hat. Kein Wunder,

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dass sie kaum publiziert wird. Für uns Männer ist übrigens eine andere preiswerte

Lösung einfach machbar: weg mit den Krawatten. Auf ihnen fühlen sich die geniesten

oder ausgehusteten Viren wohl und verbreiten sich.
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