ist das Original der Pressemitteilung
Weitere Formate:
,
und
FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1
Presseinformation
Wolfgang Kubicki, MdL
Vorsitzender
Katharina Loedige, MdL
Stellvertretende Vorsitzende
Nr. 359/2009 Günther Hildebrand, MdL
Parlamentarischer Geschäftsführer
Kiel, Freitag, 18. Dezember 2009
Sperrfrist: Redebeginn
www.fdp-sh.de
Es gilt das gesprochene Wort!
Änderung Schulgesetz, Entlastung von Schülerinnen und Schülern im
Rahmen von G 8
Cornelia Conrad: G 8 praktikabel und leistbar
gestalten!
In ihrer Rede zu TOP 6 und 28 (Schulgesetz/G 8) sagte die
bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Cornelia Conrad:
,,Derzeit läuft ein Volksbegehren zum Erhalt der Realschulen in Schleswig-
Holstein. Aus Respekt vor dieser Initiative haben CDU und FDP für den
Fall, dass das Quorum erreicht wird, vereinbart, den Schulträgern die
Möglichkeit einzuräumen, Realschulen als Angebotsschulen zu erhalten.
Sollte das Volksbegehren diese erste Hürde nehmen, werden wir das
Schulgesetz ändern, um die rechtlichen Voraussetzungen für den Erhalt
der Realschule zu schaffen.
Nach der derzeit geltenden Frist im Schulgesetz würden Haupt- und
Realschulen Mitte des Jahres - also vor Inkrafttreten des neuen
Schulgesetzes - in Regionalschulen umgewandelt werden. Daher will die
Koalition durch den vorliegenden Gesetzentwurf die Umwandlungsfrist um
ein Jahr verlängern. Weiterer Punkt des Gesetzes ist die Verlängerung der
Übergangsfrist für die Umwandlung der kooperativen Gesamtschulen. Hier
gab es auch den Wunsch für eine Fristverlängerung, der wir in der
Koalition gerne nachgekommen sind.
Dazu sind noch Änderungen im Schulgesetz - beispielsweise in § 147 -
notwendig, die dieser Gesetzentwurf noch nicht enthält. Die notwendigen
Änderungen werden im Wege der Ausschussberatungen nachgereicht.
Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag,
Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497,
E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/
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Als neue Frist für die Haupt-, Real- und auch die kooperativen
Gesamtschulen soll nun das Ende des nächsten Schuljahres gelten also
der 31. Juli 2011.
Denn Schüler, Eltern und Lehrer sind nach den massiven
Umstrukturierungen der Schullandschaft in den letzten Jahren unter
sozialdemokratischer Führung schon genug beansprucht worden. Sie
sollen wieder in ruhiges Fahrwasser gelangen, um in Ruhe arbeiten und
ihrer eigentlichen Aufgabe, der Bildung nachkommen zu können.
Wir werden den Schulen mehr Entscheidungsfreiheit geben. Apropos
Eigenverantwortung: Das bringt mich zum zweiten Themenfeld: Die
verkürzte Schulzeit der Gymnasien - kurz G 8.
,,G8 macht unsere Schüler kaputt",
,,Unsere Kinder sind völlig überlastet..."
Solche und ähnliche Nachrichten erreichen uns täglich. Das zeigt erneut,
dass das von der SPD hinterlassene Bildungssystem im Land weiter
elementare Defizite aufweist, was letztlich unseren Kindern und ihrer
Bildung langfristig schadet. ,,Schluss mit überstürzten Schulreformen ohne
Einbeziehung der Beteiligten" forderte der Philologenverband Anfang 2008
- und das völlig zu Recht! Wir können nun nicht alles umstoßen und neu
aufstellen das wollen wir auch nicht, denn letztlich muss für Schüler,
Lehrer und Eltern nach dem Reformwirrwarr auch endlich einmal
Kontinuität und Zeit zum Durchatmen sein. Unsere Aufgabe muss es sein,
an den notwendigen Stellschrauben zu drehen und das vorhandene
System den Bedürfnissen aller Beteiligten anzupassen. Gezielt und nicht
kopflos. Entsprechend der Vorgaben der Kultusministerkonferenz ist zur
Erreichung des Abiturs nach 12 oder 13 Jahren ein
Gesamtstundenvolumen von mindestens 265 Jahreswochenstunden
vorgesehen. Die Komprimierung von 9 Gymnasialjahren auf 8 führt daher
zwangsläufig zu einer Arbeitsverdichtung.
Viele Schüler, Lehrer und Eltern klagen zu recht über die hohe Belastung,
die der verkürzte Weg zum Abitur mit sich bringt. Wenn der Alltag eines
Schülers sich so darstellt, dass er morgens um sechs aufsteht, um den
Bus oder den Zug zu erreichen, dann sein zwangsläufig verdichtetes
Arbeitspensum in acht Stunden in immer größer werdenden Klassen
abspult, um abends gegen fünf wieder zu Hause sein, wo dann noch
Hausaufgaben warten, so sollte sich jedem erschließen, dass das nicht im
Sinne der Sache sein kann. Klar, dass dabei Sport, Freunde, Kultur viel
zu kurz kommen das kann Ihnen jeder Sportverein, jede Musikschule
bestätigen. Das zeigt, dass wir genau hinschauen müssen, wie wir G8
praktikabel und leistbar gestalten.
Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen, die Lehrpläne müssen
angepasst werden und das Arbeitspensum für Lehrer und Schüler wieder
leistbar werden.
Man kann aber nicht G 8 ohne G 9 diskutieren. So hat auch die Koalition
vereinbart, zugleich zur Senkung der Arbeitsbelastung bei G 8 den
Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag,
Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497,
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Gymnasien die Wahlfreiheit einzuräumen, wieder einen neunjährigen
Bildungsgang bzw. eine Kombination beider Modelle zu ermöglichen.
Aus unserer Sicht schaffen wir damit ein Bildungsangebot, dass den
Voraussetzungen der Schüler optimal gerecht wird.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen von der SPD:
Immerhin haben sie jetzt erkannt, dass das, was noch vor wenigen
Monaten aus dem Hause ihrer Ministerin kam, lücken- und fehlerhaft war.
Das überstürzte und unüberlegte Handeln führt also zwangsläufig zu den
notwendigen Nachbesserungen, die der Minister Dr. Klug bereits seit
langem angemahnt hat.
Wir setzen uns gemeinsam mit unserem Koalitionspartner dafür ein, die
Qualität der Bildung zu verbessern und eine gute Unterrichtsversorgung
an unseren Schulen zu gewährleisten.
Unsere Kinder werden es uns danken!"
Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag,
Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497,
E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/