Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion Kiel, 26.02.2010 Landtag aktuell Es gilt das gesprochene Wort! Sperrfrist: Redebeginn TOP 52, UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer (Drucksache 17/170 Regina Poersch: Vom Weltkultur-Erbe profitiert ganz Schleswig-Holstein! Was für eine Auszeichnung! Unser Wattenmeer, eines von 176 WelterbeNaturdenkmälern weltweit: Yellowstone-Nationalpark, Grand Canyon, Pyramiden von Gizeh, Schleswig-Holstein Wattenmeer. Zusammen mit dem Nordseewattenmeer zwischen Blavandshuk in Dänemark und Den Helder in den Niederlanden das größte Wattenmeer der Welt! Unter den deutschen Welterbe-Stätten das einzige Naturerbe. Und: in Schleswig-Holstein nach dem Weltkulturerbe Lübeck die zweite Welterbe-Auszeichnung. Lauter Superlative! Die Nordsee Tourismus Service GmbH spricht gar von einem ,,Oscar"! Die Auszeichnung ist Ehre und Anerkennung ­ und Verpflichtung zugleich! Eine Verpflichtung zum Schutz und zum Erhalt dieser ganz besonderen Einzigartigkeit unseres Wattenmeeres. Weltnaturerbe zu sein, bedeutet aber auch eine Chance. Das weltweit größte Wattenmeer zu sehen, zu bestaunen, das kann (und muss!) Touristen in unser Land locken. Man muss nur wissen, dass es hier ein Weltnaturerbe Wattenmeer zu bestaunen gibt! Herausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de -2- Unsere Nordsee-Orte werben seit langem mit der Einzigartigkeit des Wattenmeeres. Im Inland wie im Ausland. Wir wissen, dass Gäste aus dem In- und Ausland zunehmend neugieriger auf unsere Nordsee werden. Hier liegt unsere Chance! Diese Chance hat der schleswig-holsteinische Landtag schon in der letzten, der 16. Wahlperiode erkannt und die Anerkennung des schleswig-holsteinischen Wattenmeeres als UNESCO-Weltnaturerbe einstimmig gefordert. Deshalb ist es so wichtig, dass das Marketing rund um unser Wattenmeer mit Unterstützung des Landes vorangebracht wird. Damit sollten wir ein Zeichen setzen. Ein Zeichen, dass wir uns unserer Verpflichtung bewusst sind und die Region Nordfriesland/Dithmarschen, unsere Westküste, mit dem Weltnaturerbe nicht allein lassen. Die Region ist sich ihrer Verantwortung sehr wohl bewusst. Das wird aus den bisherigen Anstrengungen deutlich, in der Region selbst und abgestimmt mit dem Wattenmeersekretariat CWSS. Diese Verantwortung zeigt sich außerdem in der Absicht, selbst Geld für das Marketing in die Hand zu nehmen. Ich meine die Gesellschafter der Nordsee Tourismus Service GmbH. Das ist schon eine stattliche Summe, die die NTSGesellschafter, allen voran die Kreise Nordfriesland und Dithmarschen, da aufbringen wollen. Vorausgesetzt, das Land steigt mit mindestens eben dieser Summe ein. -3- Nun mag man sagen, Nordfriesland und Dithmarschen seien ja auch die Profiteure der Weltnaturerbe-Anerkennung. Das stimmt zu einem Teil ja auch. Vom Weltkulturerbe profitiert aber ganz Schleswig-Holstein. Und deshalb sind wir gefragt, hier unsere Unterstützung einzubringen. Auf längere Sicht werden sich alle Akteure vor Ort auf deutlich mehr Internationalität einstellen müssen, angefangen bei der Sprache bis hin zu Angeboten, die auf die Wünsche unserer Gäste aus dem Ausland eingehen. Damit das gelingt, ist eine starke Identifikation der Region mit dem besonderen Status eines Weltnaturerbes erforderlich. Die NTS hat dies erkannt und legt ihr Augenmerk auch auf das Innenmarketing. Hinsichtlich des Außenmarketing gibt es bereits eine Fülle von Ideen. Die NTS als touristische Marketingschnittstelle hat uns Fraktionen sehr eindringlich und überzeugend das Erfordernis eines Marketing-Sonderbudgets für 2010 und 2011 geschildert. Meine Fraktion unterstützt dieses Anliegen ausdrücklich. Leider bleibt der Bericht der Regierung viel zu unkonkret, viel zu vage und unentschlossen. Wir wollten eine Aussage über die Förderfähigkeit der notwendigen MarketingMaßnahmen. Bekommen haben wir eine umfassende Darstellung der Weltnaturerben im Allgemeinen und des Wattenmeers im Besonderen. Vielen Dank für diese Fleißarbeit und gelungene Materialsammlung. Leider weiß ich immer noch nicht, ob und in welcher Höhe der für den Tourismus im Land zuständige Wirtschaftsminister eine Förderung gewähren wird. Leider sind wir keinen Schritt weiter.