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Presseticker > alle > 2010 > März > 08 > 11:05

DIE LINKE beantragt Befassung des Innen- und Rechtsausschusses mit "Google Street-View"

Portable Document Format ist das Original der Pressemitteilung Weitere Formate: formatierter Text, Fliesstext und Layout

                                                                        Jannine Menger-Hamilton
                                                                        Pressesprecherin
                                                                        DIE LINKE Fraktion im Schles-
                                                                        wig-Holsteinischen Landtag
                                                                        Düsternbrooker Weg 70
Presseinformation                                                       24105 Kiel
58/10                                                                   Telefon: 0431 / 9 88 16 02
                                                                        Telefax: 0431 / 9 88 16 18
                                                                        Mobil: 0160 / 90 55 65 09
Kiel, 08. März 2010                                                     jannine.menger-
                                                                        hamilton@linke.ltsh.de
                                                                        www. linksfraktion-sh.de




DIE LINKE beantragt Befassung des Innen- und Rechtsausschusses mit ,,Google Street-View"

Kiel. DIE LINKE hat die Befassung des Innen- und Rechtsausschusses mit dem Internetdienst Google
Street-View beantragt. Der Internetdienst bietet Detailaufnahmen einer Umgebung, z.B. eines Straßen-
zuges. Dazu werden mit Panoramakameras Rundumbilder einer bestimmten Adresse erfasst und im
Internet zugänglich gemacht. ,,Was geschieht aber, wenn jemand auf diesen Bildern erkennbar ist, der
dies nicht möchte? Die Widerspruchsmöglichkeit nach der Veröffentlichung ist nicht mehr als ein
Witz. Einmal im Internet veröffentlichte Bilder sind so gut wie nicht zurückholbar", warnte Heinz-
Werner Jezewski, innen- und rechtspolitischer Sprecher der LINKEN.

Ziel der LINKEN sei es, die Landesregierung zur Initiierung einer Bundesratsinitiative zu bewegen, bei
der klare gesetzliche Regelungen für solche Dienste erreicht werden sollen. Die bisherigen Ansätze für
den Schutz ungewollt abgebildeter Personen seien ungenügend. ,,Die Unkenntlichmachung von Ge-
sichtern reicht bei weitem nicht aus. Es gibt zu viele individuelle Merkmale, die trotzdem einen Rück-
schluss auf die betreffende Person zulassen." Als Beispiele dafür nennt Jezewski Handtaschen, Haar-
farbe, Kleidungsstücke oder auffällige Haustiere und Accessoires. ,,Wir fordern deshalb eine vollstän-
dig gepixelte Darstellung gezeigter Personen und Tiere. Bei Fahrzeugen muss nicht nur das Kennzei-
chen anonymisiert werden, sie sollten grundsätzlich grau eingefärbt werden." Es sei nicht erkennbar,
worin der Nutzen bestünde, Fahrzeuge und Personen auf diesen Bildern zu erkennen.

DIE LINKE beantragt, den Landesdatenschutzbeauftragten Dr. Thilo Weichert in die Diskussionen
einzubeziehen.
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