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Schleswig-Holstein
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Nr. 132.10 / 08.03.2010
HSH Nordbank: Steueroptimiertes
Schönwettermanagement
Zur heutigen Anhörung des ehemaligen HSH-Managers Martin Halblaub im Parlamen-
tarischen Untersuchungsausschuss erklärt der Obmann der Fraktion Bündnis 90/Die
Grünen, Thorsten Fürter:
Der ehemalige HSH-Manager Halblaub hat in der heutigen Anhörung bestätigt, dass die
HSH Nordbank mit Wissen des Vorstandes auf der Kanalinsel Jersey eine Gesellschaft
unterhielt, deren alleiniger Zweck es war, ,,steueroptimiert" weiteres Gehalt an das
Topmanagement der Bank auszuzahlen. Dass sich eine ehemalige Landesbank dafür
zur Verfügung stellt, ist eigentlich unvorstellbar.
Martin Halblaub hat weiter ausgeführt, dass die Renditevorgaben der Eigentümer aus
seiner Sicht nicht erfüllbar waren. Um Erfolg zu haben, sei die Bank auf eine gute wirt-
schaftliche Großwetterlage angewiesen gewesen. Es zeigt sich immer deutlicher: Die-
ses Schönwettermanagement war unverantwortlich und blauäugig. Auf geänderte Vor-
gaben der Bankenaufsicht war die Bank nicht hinreichend vorbereitet.
Uns stellt sich ganz klar die Frage: Inwieweit trägt der Aufsichtsrat um Finanzminister
Wiegard für die überzogenen Renditevorgaben die Verantwortung? Rainer Wiegard
wird weiter erklären müssen, warum ihm im Aufsichtsrat und im Risikoausschuss die of-
fenkundigen Missstände im Risikomanagement nicht aufgefallen sind.
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