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Presseticker > alle > 2010 > März > 11 > 14:40

Regina Poersch: Schwarz-gelbe Planlosigkeit gefährdet die Städte in Schleswig-Holstein

Portable Document Format ist das Original der Pressemitteilung Weitere Formate: formatierter Text, Fliesstext und Layout

    Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion
                                                                                      Kiel, 18.02.2010 Nr.:086/2010



Regina Poersch:

Schwarz-gelbe Planlosigkeit gefährdet die Städte in Schleswig-Holstein

Zur Vorstellung der Maßgaben von CDU und FDP für den neuen Landesentwicklungs-
plan (LEP) sagt die Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für die Landesplanung, Re-
gina Poersch:

Die Koalition versteht Freiheit als Planlosigkeit. Hinter blumigen Formulierungen wie
,,mehr Freiheit vor Ort" und Zusammenarbeit von Stadt und ländlichem Raum ,,auf glei-
cher Augenhöhe" verstecken CDU und FDP den Wegfall der Vorgaben für die Wohn-
raum- und Gewerbeentwicklung im ländlichen Raum. Darüber sollen sich Städte und
ländlicher Raum nach Auffassung von CDU und FDP freiwillig abstimmen. Was pas-
siert, wenn dies nicht gelingt? Darauf gibt Schwarz-Gelb keine Antwort. Das gleicht
dem Aufruf an zwei Verdurstende, sie mögen sich doch bitte friedlich einigen, wer den
letzten Schluck aus der Wasserflasche trinken darf.

Es ist Aufgabe der Landesregierung, das Gleichgewicht zwischen Städten und ländli-
chem Raum zu erhalten. Die vom damaligen Innenminister Lothar Hay vorgeschlage-
nen Grenzen beim Wohnungsbau von 10 % im ländlichen Raum und 15 % in den Ord-
nungsräumen hätten ausreichend Entwicklungsmöglichkeiten für kleine Gemeinden
geschaffen. Nun wollen CDU und FDP den Zustrom aus den Städten ins billige Um-
land hinnehmen, was zu einem Ausbluten der Städte führen kann. Diese werden tiefer
in die finanzielle Not getrieben, künftige Leerstände in ländlichen Wohngebieten und
ein zunehmender Flächenverbrauch sind programmiert. Und: Ohne steuernden Eingriff
und sinnvolle Bündelung wird Infrastruktur in ländlichen Gebieten unbezahlbar.

Nach den Vorstellungen von CDU und FDP sollen ihre Vorschläge von der Regierung
in einem rechtskräftigen LEP schon bis zum Sommer umgesetzt werden. Über die
deutlich artikulierten Bedenken von IHK, Einzelhandel und Städteverband setzt sich
Schwarz-Gelb hinweg, neue Anhörungsmöglichkeiten vor allem für die Städte sind
nicht vorgesehen. Das ist auch rechtlich mehr als bedenklich, denn diese neuen Maß-
gaben waren bei der Anhörung des LEP im Jahr 2008 nicht bekannt. Wir werden uns
in der parlamentarischen Beratung klar positionieren: Das Land braucht faire Vorgaben
für die Städte und den ländlichen Raum auf dem Weg in seine erfolgreiche Zukunft.
Was die Koalition vorgelegt hat, ist unverantwortlich.




                                                                                                                      Gelöscht:




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