Pressemitteilung Nr. 032/2010 Kiel, den 11.03.2010 Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383 Landesentwicklungsplan: Nicht jede Gemeinde muss alles können Zu den heute von der CDU und der FDP vorgestellten Änderungen am Landesentwick- lungsplan erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Lars Harms: ,,Die Aufweichung der Kriterien für Wohnungsbau und Gewerbe im ländlichen Raum mag so manchem Bürgermeister entgegenkommen, sie birgt aber die Gefahr, dass jeder für seine Gemeinde die Möglichkeiten ausschöpft. Damit wird die Zersiedelung des ländlichen Raums nur weiter gefördert. Nicht jede Gemeinde muss den Wohnungsbau und die Gewer- beflächen ausweiten, hier wäre eine Arbeitsteilung der Gemeinden mehr als wünschens- wert. Insofern muss der Landesentwicklungsplan durch eine regionale Planung auf Ebene der Kreise ergänzt werden. Die beste Planungsgrundlage wäre aber eine Reform der kleinteiligen Kommunalstruktur mit rund 1100 Gemeinden in Schleswig-Holstein. Zu einem solchen ebenso unpopulären wie folgerichtigen Schritt hat die Koalition aber nicht den Mut. Bis jemand diesen Mut findet, ist jede Form der Landesplanung letztlich ein hoffnungsloses Unterfangen." 2