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DIE LINKE fordert den Ausbau der Freiwilligendienste an Stelle eines neuen Ersatz-Zivildienstes
Kiel. DIE LINKE im Schleswig-Holsteinischen Landtag lehnt den von Bundesfamilienministerin Kristina
Schröder (CDU) vorgeschlagenen Umbau des Zivildienstes zu einem freiwilligen Dienst ab. Dazu erklärte
die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Antje Jansen: ,,Die Aussetzung des Wehrdienstes
beendet die Ära des zivilen Ersatzdienstes. Diese Chance muss begriffen und genutzt werden.
Die dadurch frei werdenden Gelder dürfen nicht für den krampfhaften Erhalt des Bundesamts für den
Zivildienst und seiner Verwaltungsstrukturen versenkt werden." DIE LINKE fordert, stattdessen die ein-
gesparten Mittel sinnvoll für den Ausbau der bereits bestehenden Jugendfreiwilligendienste zu ver-
wenden.
Dienste wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) seien bei den
Schulabgängern sehr beliebt und würden dankend angenommen, sagte Antje Jansen:
,,Jugendfreiwilligendienste haben einen direkten Bezug und unmittelbare Wirkung in unsere Zivilgesell-
schaft hinein. Aber Freiwilligendienste benötigen Förderung und finanzielle Unterstützung."
Die Nachfrage nach Plätzen übersteige das Angebot bei weitem. Notwendig sei eine bessere finanzielle
Ausstattung dieser Dienste und vor allem eine verstärkte staatliche Kofinanzierung der Stellen.
Nach Angaben der Träger sei ein Ausbau von derzeit 37.000 auf bis zu 60.000 Stellen machbar. Es kön-
ne aber nicht der Sinn des Ausbaus der Freiwilligendienste sein, die mit der Aussetzung des Zivildiens-
tes wegfallenden 90.000 Arbeitsplätze so billig wie möglich zu ersetzen.
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