Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion Kiel, 27.08.2010, Nr.: 243/2010 Bernd Heinemann: Dramatische Verschlechterung der wohnortnahen Geburtshilfe im Land! Zur Diskussion im Sozialausschuss über die Zukunft der wohnortnahen Geburtshilfe erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Bernd Heine- mann: Schon etwa 30 Hebammen haben in Schleswig-Holstein ihren Beruf nach Aussagen des Hebammenverbandes in diesem Jahr aufgegeben. Mehr als 100 weitere Hebam- men wollen den Jahresabschluss abwarten, um über ihr berufliches Schicksal zu ent- scheiden. Der Grund dafür sind offensichtlich die massiv gestiegenen Haftpflichtversi- cherungskosten, die ein auskömmliches Arbeiten kaum noch zulassen. Die SPD-Landtagsfraktion fordert den Gesundheitsminister dazu auf, sich verstärkt sowohl auf Bundesebene als auch im Land für bessere Perspektiven der wohnortna- hen Geburtshilfe einzusetzen. Zwar hat sich Minister Garg bei der Gesundheitsminis- terkonferenz für ein schnelles Handeln stark gemacht, einen runden Tisch in Schles- wig-Holstein hält er jedoch für überflüssig. Die SPD-Fraktion hat durch einen Antrag die Debatte im Ausschuss ausgelöst. In einer Anhörung sollen nun die Hebammen und alle an der wohnortnahen Geburtshilfe betei- ligten Fachleute, zu denen auch Versicherungsexperten zählen, vor dem Fachaus- schuss des Landtages mündlich Stellung nehmen. Die Zeit drängt, darauf hat auch der Hebammenverband hingewiesen, der am 16. Sep- tember um 14.30 Uhr auf dem Asmus-Bremer Platz-in Kiel eine Mahnwache für die freiberufliche Geburtshilfe veranstalten wird. Die SPD-Fraktion sieht dringenden Hand- lungsbedarf und wird gemeinsam mit den Länderkolleginnen und -kollegen die He- bammen unterstützen. Herausgeber: Landeshaus SPD-Landtagsfraktion Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Verantwortlich: Petra Bräutigam Fax: 0431/ 988-1308 Internet: www.spd.ltsh.de