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Presseticker > alle > 2010 > August > 27 > 14:03

Björn Thoroe zu den geplanten Änderungen des Hochschulgesetzes: "Herr de Jager zeichnet ein Bild des faulen Professors und der faulen Studenten."

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                                                                                 Ramona Hall
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                                                                                 Telefax:    0431 / 9 88 16 18
Kiel, 27. August 2010                                                            presse@linke.ltsh.de

                                                                                 www. linksfraktion-sh.de




Björn Thoroe zu den geplanten Änderungen des Hochschulgesetzes:
,,Herr de Jager zeichnet ein Bild des faulen Professors und der faulen Studenten."

Die Fraktion DIE LINKE fordert Minister de Jager auf den vorliegenden Gesetzentwurf zum Hochschul-
gesetz grundlegend zu überarbeiten. Die Änderungen beinhalten unter anderem die Verpflichtung für
ProfessorInnen während der Vorlesungszeit mindestens drei volle Arbeitstage anwesend zu sein.
,,Minister de Jager hat anscheinend den Eindruck, dass die Lehrenden an den Hochschulen faul sind.
Nun will er verpflichtende Regelungen einführen, die der Freiheit von Forschung und Lehre widerspre-
chen und den Lehrenden Fußfesseln anlegen", so der hochschulpolitische Sprecher Björn Thoroe.

Auch die Regelungen zur Exmatrikulation von Studierenden werden von der LINKEN scharf kritisiert.
,,Wer sich gegen BaföG ­ Erhöhungen ausspricht und gleichzeitig Regelungen erlässt, Studierende
wegen Überschreitung der Regelstudienzeit um mehr als fünfzig Prozent von der Uni zu verweisen,
fördert die Spaltung unserer Gesellschaft". Gerade Studierende ohne reiche Eltern würden unter dieser
Neuregelung zu leiden haben.

Noch immer verweigert der Minister zudem eine gesetzliche Regelung, die jedem Bachelorabsolventen
ein Recht auf einen Masterstudienplatz zuspricht. Der Minister schiebt den Schwarzen Peter lediglich
den Hochschulen zu, die selber über Beschränkungen entscheiden sollen: ,,Dass zu wenig Masterstu-
dienplätze angeboten werden, liegt allerdings nicht am bösen Willen der Hochschulen, sondern an de-
ren völlig unzureichender Ausfinanzierung durch die öffentliche Hand. Die Hochschulen müssen endlich
so unterstützt werden, dass sie in der Lage sind allen einen Masterstudienplatz anbieten zu können", so
Thoroe abschließend.




                  Diese und alle weiteren Presseinformationen der Fraktion DIE LINKE finden Sie auf
                                           http://www.linksfraktion-sh.de
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