Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion Kiel, 01.09.2010, Nr.: 245/2010 Dr. Henning Höppner: Individuelle Förderung ist kein bürokratischer Ballast! Zum neuen Lernplanerlass des Bildungsministeriums erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Henning Höppner: Nachdem Bildungsminister Dr. Klug keine Gelegenheit auslässt, den Lehrerinnen und Lehrern als Vertretern des Obrigkeitsstaates entgegenzutreten, brüstet er sich heute damit, dass er die ,,Bürokratie an den Schulen" entscheidend reduziert habe. Er hebt den Lernplanerlass von 2003 im Wesentlichen auf, der vorsah, für besonders begabte Schülerinnen und Schüler und ebenso für Schüler mit Schwächen, die Gefahr laufen, nicht versetzt zu werden, einen individuellen Lernplan als Grundlage für die nötige individuelle Förderung zu erstellen. Wenn die Lernpläne jetzt ins Belieben der einzelnen Schulen gestellt werden, ist absehbar, dass angesichts der vom Minister verordneten Mehrarbeit viele Schulen hierin nicht mehr die nötige Priorität sehen. Wie sollen aber junge Menschen individuell gefördert werden, wenn es nicht schulfachübergreifend eine Absprache aller Lehrkräfte darüber gibt, mit welchen Schwerpunkten und in welcher Form besondere Stärken gefördert und besonderen Schwächen begegnet werden soll? Pädagogisch vernünftig wäre es gewesen, wie im damaligen Erlass auch vorgesehen, Lernpläne für alle Schülerinnen und Schüler zu erstellen. Die pädagogische Demontage der Förderung durch den Minister straft seine eigenen früheren Erklärungen, z. B. zur Begabtenförderung, erneut Lügen. Herausgeber: SPD-Landtagsfraktion Verantwortlich: Petra Bräutigam Landeshaus Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 Fax: 0431/ 988-1308 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Internet: www.spd.ltsh.de