Andreas Tietze und Detlef Matthiessen zur Offshore-Windenergie

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Presseinformation


                               Landtagsfraktion
                               Schleswig-Holstein
                               Pressesprecherin
                               Claudia Jacob
                               Landeshaus
                               Düsternbrooker Weg 70
                               24105 Kiel

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                               Nr. 482.10 / 03.09.2010



Minister de Jager, kommen Sie in die Puschen!
Zur Pressekonferenz von Wirtschaftsminister de Jager zu den Zukunftsaussichten der
Offshore-Windenergie erklären der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion
Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen und deren wirtschaftspolitischer Sprecher,
Andreas Tietze:

Detlef Matthiessen: ,,Die Grünen sehen die Offshore-Windenergie als wichtigen Bau-
stein für eine komplette Energieversorgung aus Erneuerbaren Energien. Bis jetzt spie-
gelt sich die Offshore-Strategie der Landesregierung überhaupt nicht im Landeshaus-
halt wider. Schleswig-Holstein war mal das Windland Nr. 1 und ist bei der Offshore-
W indenergie erheblich in Rückstand geraten gegenüber Bremen und Niedersachsen.
Das ist auch kein Wunder, wenn die Landesregierung immer noch große Hoffnungen
auf den Neubau von Kohlekraftwerken setzt. Neue Kohlekraftwerke sind echte Hemm-
nisse für den aus Klimaschutzgründen notwendigen Ausbau der Erneuerbaren Ener-
gien. Das gilt im Besonderen für Brunsbüttel.

Nach der Studie von Uniconsult summieren sich die Arbeitsplatzeffekte der Offshore-
W indenergie in Brunsbüttel auf ca. 2.500 bis zum Jahr 2030. Dafür muss aber in neue
schwerlastfähige Hafen- und Lagerflächen investiert werden, und die Landesregierung
muss hier Farbe bekennen. Es geht um ein Investitionsvolumen von ca. 45 Millionen,
das wird ohne einen Landesbeitrag nicht funktionieren."

Andreas Tietze: ,,Der Einstieg in die Offshore-Windenergie ist eine wirtschaftliche
Chance für die Westküste und ihre Häfen. Aber auch für die Werften in Schleswig-
Holstein eröffnen sich neue Geschäftsfelder. Neue Schiffstypen sind gefragt als große
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Arbeitsplattformen für die Aufstellung und Verankerung der Windkraftanlagen. Den Titel
,Innovationsförderung der Werften` im Landeshaushalt mit jeweils 2,5 Millionen Euro für
2011 und 2012 wollen wir Grünen mittragen, allerdings sollte es eine Umbenennung
des Titels geben - hin zu ,Innovationsförderung der Werften im Bereich Schiffbau für
den Aufbau der Offshore Windparks`. Herr Minister de Jager, kommen Sie endlich in
die Puschen!"




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