Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion Kiel, 07.09.2010, Nr.: 254/2010 Birte Pauls: Arbeitslosigkeit qualifiziert nicht automatisch für Pflegeberufe! Zu der Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Langzeitarbeitslose für die Pfle- ge in die Pflicht nehmen zu wollen, erklärt die pflegepolitische Sprecherin der SPD- Landtagsfraktion, Birte Pauls: Die Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel ignorieren die Tatsache, dass nicht jeder arbeitsuchende Mensch in der Pflege arbeiten möchte oder kann. Als Antwort auf den kommenden Pflegenotstand sind attraktive Angebote in der Aus- und Weiterbil- dung sowie bessere Rahmenbedingungen in den Pflegeberufen von Nöten. Zudem wäre es wichtig, dass die komplette Ausbildung für die Auszubildenden kostenlos ist. Pflegetätigkeiten sind anspruchsvoll. Pflegefachkräfte müssen beispielsweise den An- forderungen moderner Kommunikation gerecht werden, sich einer ressortübergreifen- den Zusammenarbeit stellen, technisches, pharmazeutisches, ernährungswissen- schaftliches sowie medizinisches Wissen haben und viele menschliche Herausforde- rungen bewältigen. Arbeitslosigkeit schließt natürlich nicht die Ergreifung eines Pflege- berufes aus, aber es qualifiziert nicht automatisch dafür. Pflegebedürftige und behin- derte Menschen haben ein Anrecht auf eine qualitativ hochwertige Versorgung und Betreuung. Deshalb müssen wir alles dafür tun, dass wir die Pflegeberufe für junge Menschen und all diejenigen, die sich dafür interessieren, attraktiv machen. Herausgeber: Landeshaus SPD-Landtagsfraktion Postfach 7121, 24171 Kiel Tel: 0431/ 988-1305/1307 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Verantwortlich: Petra Bräutigam Fax: 0431/ 988-1308 Internet: www.spd.ltsh.de