Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 491.10 / 07.09.2010 Gesamtstrategie für Ausbildung statt Warteschleifen Zum heute veröffentlichten OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2010" und zur Länderstudie zur beruflichen Bildung in Deutschland erklärt die berufsbildungspolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau: Wir brauchen dringend eine Gesamtstrategie gegen den Fachkräftemangel: Mit einer besseren frühkindlichen und schulischen Bildung müssen wir allen Kindern einen erfolgreichen Schulabschluss ermöglichen. Außerdem brauchen wir ein Berufsausbildungssystem, mit dem sichergestellt wird, dass für alle Jugendlichen Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen. Das Übergangssystem bedarf einer grundlegenden Überarbeitung: Allgemeinbildende und berufsbildende Schulen müssen mit Maßnahmenträgern, der Agentur für Arbeit und der Wirtschaft zusammenarbeiten, um lange Warteschleifen in ein schlüssiges Konzept mit Ausbildungsmöglichkeiten für alle umzuwandeln. Das Hamburger Modell für die Reform des Übergangsmodells kann dafür eine gute Basis sein. Mehr als ein Drittel aller SchulabgängerInnen wechseln nach der Sekundarstufe I nicht in das duale System, sondern in ein Übergangssystem und verlassen die Schulen teilweise ohne Ausbildungsreife. Im Übergangssystem finden sie mit 193 von der OECD identifizierten Einzelmaßnahmen einen wahren Dschungel an Maßnahmen vor: ein großes Angebot, aber ein geringer Ertrag für jede einzelne SchülerIn. Die Maßnahmen werden oft als Warteschleifen und nicht als Qualifizierungen empfunden, weil die SchülerInnen nach erfolgreicher Teilnahme selten eine Anerkennung durch Kammern oder *** Betriebe erfahren. Seite 1 von 1