Kiel, 08. 09. 2010 N r.: 258/2010 Wolfga ng Baasch | Siegrid Tenor-Alschausky SPD unterstützt Protest gegen sozialen Kahlschlag Zu r heutigen Demonstration des Bündnisses ,,Gerecht geht anders", zu den Demonstrationen der Fa mi l ie n b il d u n g sstä tte n , des Landesverbandes der Frauenberatung sowie der blinden und sehbehinderten Menschen e rkl ä re n der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Baasch, und die familien- und fra u e n p o l i ti sch e Sprecherin Siegrid Tenor-Alschausky: D i e SPD-Landtagsfraktion unterstützt die Proteste voll und ganz. Die Kürzungen der Landesregierung gleichen einem so zi a le n Kahlschlag. Sie sind unsozial, regional unausgewogen und ungerecht. D i e Kürzungen der schwarz-gelben Landesregierung treffen die Menschen mit Hilfebedarf doppelt und dreifach. So w e rd e n Unterstützungsprogramme wie ,,Kein Kind ohne Mahlzeit" gestrichen und die Förderung der sozialen Infrastruktur mi t den Sozialverträgen I und II heftig gekürzt. Hinzu kommen die Einsparungen bei sozialen Leistungen von über 30 Mrd . Euro im Bundeshaushalt. Arbeitslose erhalten weniger Weiterbildung und Qualifizierung, der Zuschuss für ihre R e n te n ve rsich e ru n g wird genauso gestrichen wie das Elterngeld. Mit der unsozialen Politik der schwarz-gelben Landesu n d Bundesregierung werden die Menschen am stärksten belastet, die Hilfe und Unterstützung am dringendsten b e n ö tig e n . Fa mi l ie n werden durch Kita-Gebühren und Schülerbeförderungskosten finanziell mehr belastet, gleichzeitig werden die Zu sch ü sse für Familienbildungsstätten gekürzt. Fra u e n in Notlagen sind ebenfalls durch die Kürzungen betroffen: Allein die Frauenberatungsstellen und Frauenhäuser i n Lübeck sollen für fast ¾ der Kürzungssumme von 619.000 in diesem Bereich aufkommen. Das ist regional extrem u n a u sg e w o g e n und gilt auch für weitere Kreise in Schleswig-Holstein. Bl i n d e , die einen Nachteilsausgleich durch das Blindengeld erhalten, werden stärker belastet, denn das Blindengeld wird h a lb i e rt. Und mit über 10 Mio. Euro erbringen die blinden und sehbehinderten Menschen einen überdurchschnittlichen Kü rzu n g sb e i tra g . D e r vorgelegte schwarz-gelbe Landeshaushalt ist unsozial, regional unausgewogen und ungerecht.