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Presseticker > alle > 2010 > September > 20 > 15:56

Tobias Koch: Als Jurist sollte Herr Fürther es besser wissen!

Portable Document Format ist das Original der Pressemitteilung Weitere Formate: formatierter Text, Fliesstext und Layout

Finanzpolitik

Nr. 318/10 vom 20. September 2010

Tobias Koch: Als Jurist sollte Herr Fürther es besser wissen!

Zur heutigen (20. September 2010) Aussage des HSH-Vorstandsmitgliedes
Martin van Gemmeren im Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur
HSH-Nordbank erklärt der Obmann der CDU-Fraktion im
Schleswig-Holsteinischen Landtag, Tobias Koch:

,,Bei allem Respekt vor dem Kollegen Fürther: Er als Jurist sollte wissen, dass
die von ihm aufgestellte Behauptung, dem damaligen Vorstandsvorsitzenden
Berger seien ,,mit Absicht" wesentliche Informationen vorenthalten worden",
sich aus der heutigen Zeugenaussage von Martin van Gemmeren niemals
ableiten lassen."

Van Gemmeren habe präzise dargestellt, dass er das von ihm selbst
angeforderte entscheidende Memo vom 31. Oktober 2008 am 03. November
erhalten und um 16:35 Uhr Herrn Nonnenmacher vorgelegt habe. Die
Pressekonferenz von Herrn Berger begann bereits um 15:00 Uhr.

Martin van Gemmeren habe allerdings umfassend und schlüssig die beiden
Hauptursachen erläutert, die zur Schieflage der Bank geführt haben: ,,Als er
2006 zur Bank kam, gab es eine zu hohe Renditeerwartung und ein zu
niedriges Risikobewusstsein in der Bank."

Die gesamte Unternehmenskultur sei im Vorfeld des damals anstehenden
Börsenganges auf Absatz ausgerichtet gewesen. Im Ergebnis habe dies dazu

                      Pressesprecher Dirk Hundertmark Landeshaus, 24105 Kiel
  Telefon 0431-988-1440 Telefax 0431-988-1443 E-mail: info@cdu.ltsh.de Internet: http://www.cdu.ltsh.de



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geführt, dass auch die Risikokontrolleure sich mehr als Dienstleister denn als
Kontrolleure für die Akquise der Bank gesehen hätten. Van Gemmeren habe
glaubhaft dargestellt, weshalb die Umstellung dieser rein an
Renditeerwartungen ausgerichteten Geschäftskultur langwierig gewesen sei.

Der Fall ,,Omega" hätte nach Ansicht van Gemmerens bei einer besseren
Organisation der Revision und des Kapitalmarktbereiches vermieden werden
können.

,,Aufgrund der erheblichen Schwächen des Risikomanagements wurde der
Fehler erst aufgedeckt, als es schon zu spät war", so Koch. Mittlerweile habe
die Bank aus diesen erheblichen Schwächen die nötigen Schlussfolgerungen
gezogen.




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