Kiel, 8. Oktober 2010 Nr. 306/2010 Henning Höppner: Sozialdemokratische Bildungspolitik ein weiteres Mal bestätigt! Zu der heute vorgestellten Untersuchung des Bildungsforschers Professor Klaus Klemm über Schülerinnen und Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen, erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion,. Dr. Henning Höppner: Das Ziel muss es sein und auch in Zukunft bleiben, dass möglichst kein Jugendlicher ohne einen Schulabschluss und ohne eine berufliche Qualifikation das Bildungssystem verlässt. Die Zahlen, die der bekannte Bildungsforscher Klaus Klemm auf der Basis der Daten von 2008 ­ also unmittelbar nach Inkrafttreten der schleswig-holsteinischen Schulreform - vorlegt, sind eine Bestätigung der sozialdemokratischen Bildungspolitik. U.a. zeigt sich, dass in Schleswig-Holstein die Zahl der Jugendlichen ohne Abschluss besonders stark zurückgegangen ist, während sie z.B. im CDU-Paradeland Sachsen gleich geblieben ist. Auch Minister Dr. Klug hat in seiner gestrigen Rede zum Jahresbericht zur Unterrichtsversorgung für 2009/10 (deren Weichen noch von einer SPD-Bildungsministerin gestellt wurden) ein weiteres Absinken dieser Zahl auf 7 % bescheinigt. Prof. Klemm spricht sich für die zentralen Ziele unserer Bildungspolitik aus, nämlich für eine Vereinfachung des Schulsystems mit nur zwei weiterführenden Schulen, in Schleswig-Holstein also das Gymnasium und die Gemeinschaftsschule, und für die Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Handicaps in die Regelschulen. Auch auf diesem Weg ist Schleswig-Holstein weiter als die übrigen Bundesländer. Die Anregung von Prof. Klemm, dass auch die Wirtschaft mehr Verantwortung übernehmen und Kooperationen mit der Schule, etwa in Form von Praxisklassen, eingehen soll, in denen die Betriebe zu Lernorten werden, können wir nur unterstützen.