Rede-Auszug von Heinz-Werner Jezewski zu TOP 9: Medienkompetenz in der Informationsgesellschaft 358/10 Jannine Menger-Hamilton Pressesprecherin DIE LINKE Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: Telefax: Mobil: 0431 / 9 88 16 02 0431 / 9 88 16 18 0160 / 90 55 65 09 Kiel, 17. November 2010 presse@linke.ltsh.de www. linksfraktion-sh.de Heinz-Werner Jezewski zu Medienkompetenz: ,,Medienkompetenz ist Querschnittaufgabe, aber Abbruchregierung ist im Kürzungswahn." ,,Die Kernaussage des Berichtes ist ziemlich unscheinbar und in der Beantwortung einer Einzelfrage versteckt. Die Antwort auf Frage 7 lautet: ,Die Landesregierung legt großen Wert darauf, dass die Menschen eigenverantwortlich und eigeninitiativ handeln können. Dafür müssen Werte vermittelt werden, die dem Einzelnen helfen, erfolgreich sein Medienverhalten zu steuern. Die medienpädagogischen Konzepte müssen Schritt halten mit den Entwicklungen der Medien.` Diese Kernaussage scheint zumindest auf der Arbeitsebene der Landesregierung angekommen zu sein. Medien, das ist eben nicht nur Fernsehen und Internet. Die Grundlage aller Medienkompetenz ist die Lesekompetenz. Die Fähigkeit zum Lesen auch längerer Texte ist die Bedingung aller kritischen Rezeption anderer Medien. Ich bedauere daher, dass der Bericht das Problem des Analphabetismus in unserem Lande nicht einmal erwähnt. Desweiteren brauchen Menschen natürlich auch Kompetenz im Umgang mit den Medien Rundfunk, Fernsehen, Theater, Computerspiel und -Programm, Internet und Mobiltelefon, um nur die wichtigsten Medien zu nennen. Nun macht uns der Bericht schon klar, dass die Aufgabe, Medienkompetenz zu vermitteln nicht als allgemeine Verwaltungsaufgabe in einer Abteilung eines Ministeriums erledigt werden kann. Viel zu viele Akteure und Anzusprechende wirken dazu mit, viel zu viele Konzepte in zu vielen Bereichen müssen dazu berücksichtigt werden. Medienkompetenz muss eine Querschnittsaufgabe sein. Wer sich aber die haarsträubenden Entwicklungen in der Schulpolitik dieser Abbruchregierung ansieht, wer sich in der derzeitigen Haushaltsdebatte unter dem Diktat des Kürzungswahns die Finanzierung von Projekten unter freier Trägerschaft oder unter Federführung von Bibliotheken, Volkshochschulen oder Einrichtungen der dänischen Minderheit ansieht, der sieht: Hier wird Medienkompetenzvermittlung mehr verhindert als ermöglicht." Diese und alle weiteren Presseinformationen der Fraktion DIE LINKE finden Sie auf http://www.linksfraktion-sh.de