Presseinformation Es gilt das gesprochene Wort! TOP 14 ­ Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren stärken Dazu sagt der innenpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Thorsten Fürter: Nr. 679.10 / 17.11.2010 Erfahrungen anderer Länder nutzen Die Freiwilligen Feuerwehren sind ein integraler Bestandteil unseres Landes. Sie helfen uns in Notlagen und sind besonders aus dem ländlichen Raum nicht weg zu denken. Umso wichtiger ist es also, dass wir alles dafür tun, dass die Freiwilligen Feuerwehren gut versorgt sind. Sinn dieses Antrages ist es, dass auch jüngere Feuerwehrleute die schweren Fahrzeuge der Wehr fahren dürfen. Der neue Führerschein B erlaubt dies bislang nicht. Auf die Feuerwehren kommen erhebliche Mehrkosten in Ausbildung und Einschränkungen in der Einsatzbereitschaft zu. Eine erste Regelung für den so genannten Feuerwehrführerschein wurde bereits früh auf Bundesebene koordiniert und beschlossen. Diese sieht vor, dass die jüngeren Feuerwehrleute Fahrzeuge bis 4,75 Tonnen nach einer internen Ausbildung fahren dürfen. Ein Schritt in die richtige Richtung. Darum muss ich mich doch fragen, warum das Land über ein Jahr benötigt, um diese Bundesverordnung umzusetzen. Denn die erste Regelung für einen Feuerwehrführerschein ist bereits am 22.7.2009 vom Bund in Kraft getreten. Das Landesgesetz erschien erst im Sommer dieses Jahres. Andere Länder waren da mal wieder schneller. Auf die Erklärung des Ministeriums wäre ich sehr gespannt. Nun hat man festgestellt, dass dieser erste Feuerwehrschein nicht weit genug geht, damit die jüngeren Feuerwehrleute alle Fahrzeuge fahren können und fordert eine Seite 1 von 2 Ausweitung des Feuerwehrführerscheins. Tatsache ist nämlich, dass fast alle modernen Fahrzeuge mehr wiegen als 4,75 Tonnen. Ein erstes Gesetz also, dass den Feuerwehren wenig nützt. Die Sicherheit unserer BürgerInnen und das Engagement unserer Feuerwehrleute müssen hier klaren Vorrang haben. Daher würden wir eine Neuregelung des Feuerwehrführerscheins ebenfalls begrüßen. Es bleibt nur offen, ob man es sich so einfach machen sollte, wie die Fraktionen von CDU/FDP. Statt einfach eine Erhöhung auf 7,5 Tonnen des Feuerwehrführerscheins zu fordern, sollte man sich die Erfahrungswerte in den anderen Ländern ansehen und auswerten. In unserem Land gibt es solche Erfahrungen ja noch nicht, weil wir zu langsam fahren. Die Erfahrungen der anderen Länder sollte man nutzen, um dann einen sinnvollen und ausgewogenen Feuerwehrführerschein einzuführen. Damit die Feuerwehren in unserem Land Sicherheit haben und sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können. Denn ihre Arbeit sollten wir unterstützen. *** 2