Bildleiste
Der Landtag Schleswig Holstein
 
 
SH-Landtag 
Presseticker 
[alle Meld.
[Archiv
[akt. Jahr
[Abo
[Suche
Abos 
Login 
ParlaTV 
Termine 
Suche 
ParlaNet 

 

Presseticker > alle > 2012 > Februar > 22 > 11:40

Dr. Gitta Trauernicht zu TOP 49: Gute Nachbarschaft - norddeutsch denken und handeln!

Portable Document Format ist das Original der Pressemitteilung Weitere Formate: formatierter Text, Fliesstext und Layout

Es gilt das gesprochene Wort!

                                                                                Kiel, 22. Februar 2012




TOP 49, Chancen einer verstärkten norddeutschen Kooperation (Drucksache 17/2230)




Dr. Gitta Trauernicht:

Gute Nachbarschaft ­ norddeutsch denken und handeln!



Die Ergebnisse der Enquete-Kommission liegen auf dem Tisch und zeigen klar: Engere
Kooperation im Norden tut Not. Die Experten haben deutlich gemacht:

Dies liegt im Interesse der Menschen und des Wohlstandes unseres Landes. Es ist eine Frage
von politischer Klugheit, von Weitsicht und Weltoffenheit ­ nicht zuletzt von Verantwortung für
unsere Kinder. Was wir brauchen, ist gute Nachbarschaft für eine starke Allianz im Norden! Eine
neue Qualität in der Kooperation mit Hamburg und der norddeutschen Länder untereinander!

Was aber ist die derzeitige Lage? Ein Tiefstand in den Beziehungen zu Hamburg ist erreicht. Die
Zahl der Konflikte steigt ständig an. Die Landesregierung läuft immer hinterher: ob Husum-Wind
oder Gastschulabkommen oder Sicherungsverwahrung und Asbestmüll. Politische
Schwerpunktthemen sind ungelöst oder gar nicht erst angepackt: Keine gemeinsame
norddeutsche Hafen- bzw. Flughafenpolitik, keine norddeutsche Energieoffensive, kein
gemeinsamer Vorstoß bei offensichtlichen Benachteiligungen gegenüber dem Bund, keine
Vision, gar nichts.

Gute Nachbarschaft und eine starke Allianz im Norden ­ das geht anders! Es muss Schluss sein
mit dem Hinterherhecheln bei Problemen, Schluss mit schwelenden Konflikten, hektischen
Symbolaktionen oder gar beleidigtem, kleinlichem Verweigern der ausgestreckten Hand unseres

                                                 2




Nachbarn. Der Konflikt um die Idee eines gemeinsamen Ausschusses mit der Hamburgischen
Bürgerschaft ist mehr als ein Konflikt um Verfahren, ist mehr als ein Randthema. Er verweist auf
unterschiedliche Haltungen.

Nicht Halbherzigkeit und Kleinteiligkeit sind jetzt gefragt, sondern der Wille zu einer Umkehr in
der Nachbarschaftspolitik. Wir müssen norddeutsch denken und handeln. Die Grenzen müssen
fallen: in den Köpfen und im Alltag der Menschen. Dazu brauchen wir keine Nordstaatdebatte,
aber der Mut zu gemeinsamer Politik:

   -   z.B. in der Bildung: Unser Ziel ist die freie Schulwahl im Norden. Dazu brauchen wir eine
       gemeinsame Schulentwicklungsplanung, ein politisch abgestimmtes, kompatibles
       Schulsystem und eine stimmige Finanzierung.

   -   oder in der Energiepolitik: Ohne den Norden wird es keine Energiewende geben. Unser
       Know-how wird gebraucht. Aber im Miteinander, nicht im Gegeneinander! Eine
       norddeutsche Netzagentur, ein norddeutsches Gesamtkonzept zur Energiewende,
       gemeinsam formulierte Ziele ­ all das ist nicht mit den bisherigen Instrumenten und
       Haltungen zu haben.

Wenn der Norden gemeinsam auftritt, mit einer Stimme spricht, stärkt dies seine Chancen im
föderalen Wettbewerb Deutschlands, in Europa und darüber hinaus.

Ein enger Verbund im Norden, das zeigt der Enquete-Bericht, kann die Wirtschaft ankurbeln,
Haushalte entlasten, den gesamten Standort stärken und die Durchsetzung gemeinsamer
Interesse erleichtern. Er kann den Bürgern unmittelbar nützen: durch angepasste Schulsysteme
und Kindergarten-Versorgung, durch einen erweiterten Verkehrsverbund oder ein gemeinsames
Baustellenmanagement für einen flüssigen Verkehr.

Wir müssen das Bewusstsein dafür stärken, dass wir in einem gemeinsamen Lebens- und
Wirtschaftsraum auch gemeinsame Sache machen müssen.

Die SPD hat verstanden: Wir haben uns auf den Weg gemacht. Der Hamburger Bürgermeister
und der zukünftige Ministerpräsident, die Senatoren und die Bürgerschaftspräsidentin, wir als
SPD-Fraktionen in der Bürgerschaft und im Landtag ­ wir sind die einzige Partei, die vernünftige

                                              3




Nachbarschaft mit Hamburg will und pflegt. Wir wissen, was wir wollen: gute Nachbarschaft,
kluges gemeinsames Handeln für eine starke Allianz im Norden. Selbstbewusst und auf gleicher
Augenhöhe mit Hamburg werden wir neue Wege gehen. Dafür werden wir am 6. Mai die
Mehrheiten schaffen ­ für eine neue Kooperation im Norden.
  • Twitter
  • Facebook
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg