FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1 Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Günther Hildebrand, MdL Stellvertretender Vorsitzender Nr. 114 / 2012 Kiel, Montag, 12. März 2012 Katharina Loedige, MdL Parlamentarische Geschäftsführerin Erneuerbare Energien Gesetz / Biogasanlagen Carsten-Peter Brodersen: Verantwortungsvolle Umweltpolitik auch bei der Stromerzeugung durch Biogas Zur aktuellen Diskussion um Biogasanlagen und Maismonokulturen erklärt der umweltpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Carsten-Peter Brodersen: ,,Der Grund für die Zunahme des Maisanbaus ist der Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen für die Biogaserzeugung. Der Bau von Biogasanlagen für die Stromerzeugung stellt für einige Landwirte eine attraktive Einkommensquelle dar und war politisch gewollt. Zusätzlich spielt die dezentrale Energieerzeugung mit Wärmeabgabe an die Dorfgemeinschaft eine wichtige Rolle bei der zu bewältigenden Energiewende. Dabei beobachten wir die Entwicklung von Maismonokulturen durchaus kritisch", so Brodersen. ,,Die jetzige Situation ist dem rot-grünen Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) geschuldet. Die damalige Gesetzeslage hat die Verstromung von Mais erst attraktiv gemacht, da die Erzeuger eine ausgesprochen hohe Vergütung für den auf diese Weise produzierten Strom erhalten. Diesen Fehler hat Schwarz-Gelb inzwischen korrigiert. Allerdings haben die ,alten` Anlagen 20 Jahre Bestandschutz. Künftig müssen die Biogasanlagen einen durchschnittlichen Anteil an Gülle von mindestens 60 Masseprozent einsetzen, um die EEG-Vergütung zu erhalten. Damit ist ein wichtiger Schritt bereits gemacht", so Brodersen weiter. ,,Die Grünen müssen sich entscheiden und Lösungsvorschläge unterbreiten, wie sie langfristig die Versorgung der Bürger in Schleswig-Holstein mit Strom aus regenerativen Quellen sicherstellen wollen. Immer nur dagegen sein, ist keine Lösung. Das Problem ist erkannt, Maßnahmen wurden ergriffen. Den Landwirten vorzuschreiben, welche Früchte sie anbauen müssen, widerspricht unserem liberalen Selbstverständnis. Für bestehende Anlagen muss der Bestandschutz gesichert bleiben. Wir sprechen uns für eine Energieversorgung vor Ort aus. Ein möglicherweise notwendig werdender Import vom Biomaterial mit langen Transportwegen ist für eine nachhaltige CO2-arme Energieversorgung kontraproduktiv." Brodersen fragt abschließend: ,,Oder sieht so Grüne Stromerzeugung aus?" Susann Wilke, Pressesprecherin, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: susann.wilke@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de www.fdp-sh.de