Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 275.12 / 26.04.2012 EU-Agrarpolitik: Ökologisierung der Direktzahlungen muss Ziel bleiben Zu Meldungen über das Treffen der EU-Agrarminister in Luxemburg und die deutsche Agrarministerkonferenz in Konstanz sagt der agrarpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß: Ich fordere die Ministerin Rumpf auf, sich im Rahmen in der laufenden Agrarminister- konferenz in Konstanz für das Greening in der Ersten Säule weiter einzusetzen. Kon- kret heißt dies: Regeln für eine vielfältigere Fruchtfolge, wirksamer Schutz von Dauer- grünland, Sicherung von ökologischen Vorrangflächen in der gesamten Agrarland- schaft. Bundesministerin Aigner hat sich im Agrarministerrat der EU gegen eine Ökologisierung der Direktzahlungen in der Ersten Säule in Stellung gebracht. Das ist ein Angriff auf das Herzstück der Reformvorschläge der Kommission. Wir müssen weg von dem Modell, mit Steuergeldern in der Ersten Säule eine intensive, Umwelt schädigende und auf den Weltmarkt ausgerichtete Produktion anzuheizen, um deren Auswirkungen dann in der Zweiten Säule durch Agrarumweltmaßnahmen teilweise zu reparieren. Der Vorstoß stellt besonders für finanzschwache Bundesländer wie Schleswig-Holstein eine Gefahr dar. Die Mittel in der Ersten Säule sind 100 Prozent EU-Mittel. Die Zweite Säule muss mit Landesmitteln kofinanziert werden. Das Ansinnen Aigners, mit diesem Schachzug eine 100-prozentige EU-Finanzierung für Agrarumweltmaßnahmen zu errei- chen, wird voraussichtlich scheitern. *** Seite 1 von 1