Anita Klahn: Drugchecking ist die Kapitulation der Präventionspolitik

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FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein                                                                                          1




Presseinformation

                                                                  Wolfgang Kubicki, MdL
Nr. 236 / 2012                                                                                  Vorsitzender
                                                                  Christopher Vogt, MdL
                                                                  Stellvertretender Vorsitzender


Kiel, Freitag, 8. Juni 2012



Gesundheit / Drogen




                                                                              www.fdp-sh.de
Anita Klahn: ,Drugchecking' ist die Kapitulation der
Präventionspolitik

Zu den im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und SSW vereinbarten Plänen
sogenannte ,Drugchecking-Angebote' staatlich zu fördern, erklärt die gesund-
heitspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anita Klahn:

,,Die Annahme, durch Einführung des sogenannten Drugcheckings etwas für
den Gesundheitsschutz in Schleswig-Holstein zu leisten, ist völlig absurd.
Drugchecking ist keine geeignete Maßnahme des Gesundheitsschutzes. Die
Erprobung, wie im Koalitionsvertrag fest geschrieben, darf nicht zugelassen
werden. Wenn staatliche Stellen im Rahmen von Festivals oder ähnlichen
Veranstaltungen Drogen auf ihre Reinheit testen, suggerieren sie damit eine
Legalität dieser Substanzen. Frei nach dem Motto: ,Das Zeug ist gut, das
kannst du nehmen'! Das ist die Kapitulation jeglicher Präventionspolitik! Wir
würden damit den Konsum illegaler Drogen fördern statt ihn einzudämmen,
was das eigentliche Ziel sein muss."

Durch Experten sei zudem klargestellt worden, dass ,Drugchecking' ein fal-
sches Gefühl von Sicherheit bei den Konsumenten erzeugen würde. Für eine
sichere Analyse wären aufwändige Verfahren von Nöten, die bei mobilen
Drugchecking-Verfahren völlig undurchführbar seien. Nur Labore könnten
dies leisten.

,,Drugchecking entspricht nicht unserer Vorstellung von präventiver Drogen-
politik. Die FDP wird entsprechende Initiativen im Schleswig-Holsteinischen
Landtag ablehnen. Wir sprechen uns stattdessen dafür aus, dass Gesund-
heitsbewusstsein der Bevölkerung durch präventive Projekte zu fördern", so
Klahn abschließend.




Susann Wilke, Pressesprecherin, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag,
Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497,
E-Mail: susann.wilke@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de