Ingbert Liebing und Heike Franzen: Für die bessere Integration von Flüchtlingen muss die Schulpflicht ausgeweitet werden

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Bildungspolitik

02. Februar 2016

Ingbert Liebing und Heike Franzen: Für die bessere Integration
von Flüchtlingen muss die Schulpflicht ausgeweitet werden

Der Landesvorsitzende der CDU Schleswig-Holstein, Ingbert Liebing und die
bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Heike Franzen,
wollen durch eine Änderung der Altersgrenze der Schulpflicht die
Integrationschancen junger Asylbewerber und Flüchtlinge verbessern:

,,In den vergangenen Monaten ist deutlich geworden, dass vielen Flüchtlingen
und Asylbewerbern für eine unmittelbare Arbeitsaufnahme die
Voraussetzungen fehlen. Andererseits verhindern die Altersgrenzen der
Schulgesetze, dass Flüchtlinge und Asylbewerber an den Schulen und
Berufsschulen des Landes für die Arbeitsaufnahme fit gemacht werden. Das
wollen wir ändern", sagte Liebing am Dienstag (02. Februar 2016) in Kiel.

Die CDU-Landtagsfraktion hat deshalb in ihrer Sitzung heute einen Antrag für
die kommende Landtagssitzung beschlossen, mit dem sie die
Unterrichtsangebote für Flüchtlinge und Asylbewerber ausbauen will.

,,Nach dem Überschreiten der Altersgrenze von 18 Jahren endet die
Schulpflicht ­ und zwar völlig unabhängig davon, ob ein Schulabschluss und


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        Dirk Hundertmark                           Katrin Albrecht
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damit die heute so wichtige Voraussetzung für den Einstieg in eine
Berufsausbildung erreicht wurde. Wir wollen diese Grenze auf 25 Jahre und in
Ausnahmefällen 27 Jahre anheben", so Franzen.

Voraussetzung dafür müsse sein, dass bislang noch kein Schulabschluss
erworben wurde. Die meisten Flüchtlinge und Asylbewerber fallen in genau
diese Altersgruppe.

,,Integration gelingt ganz wesentlich über Bildung, Ausbildung und Arbeit. Wir
wollen, dass die Flüchtlinge möglichst schnell auf eigenen Beinen stehen
können. Und die überwältigende Mehrheit der Flüchtlinge will das auch.
Deshalb ist die von uns vorgesehene Flexibilisierung der Schulpflicht im
beiderseitigen Interesse", so Liebing.




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